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In einer spektakulären Aktion stellen lothringische und saarländische Spezialkräfte mutmaßliche Räuber

Am Dienstag (01.03.2016) hat der Polizei in Fechingen zwei Männer festgenommen. Sind sie für die Raubserie verantwortlich?

Am Dienstag (01.03.2016) hat der Polizei in Fechingen zwei Männer festgenommen. Sind sie für die Raubserie verantwortlich?

Die beiden Räuber, die die Polizei seit Tagen in der Grenzregion in Atem halten (wir berichteten), sind gestern Morgen bei einer spektakulären Polizeiaktion in Saarbrücken-Fechingen festgenommen worden. Sie hatten zuvor unter der Fechinger Talbrücke mit einem in Völklingen-Ludweiler am Morgen geraubten BMW-Luxuswagen einen schweren Unfall und verletzten sich dabei. Als sie nicht weiterfahren konnten, ließen sie das Wrack zurück und setzten die Flucht zu Fuß fort. Die endete in einer Bäckerei, wo sich die beiden sichtbar verletzten Männer Getränke bestellten. Die Verkäuferin kam nach eigenen Angaben dem Wunsch nach, ein anderer Gast winkte eine nahe Streife zur Bäckerei. Als die Täter die Beamten sahen, flüchteten sie erneut, diesmal in ein Wiesengelände am Saar-Bach hinter der Bäckerei. Die Polizei durchsuchte das Areal, fand die beiden und nahm sie fest. Augenzeugen berichten von einem Schuss. Und tatsächlich hatte die Polizei einen Warnschuss abgefeuert.

Polizeisprecher Georg Himbert erklärte: „Die beiden Männer sind Verwandte, 27 und 30 Jahre alt aus Forbach. Sie hatten am Morgen eine Frau in Ludweiler gezwungen, ihnen ihren BMW auszuhändigen und hatten damit in Rohrbach-lès-Bitche in Lothringen erneut einen Raubüberfall begangen. Ein gestohlenes weiteres Auto ließen sie brennend in Großrosseln zurück.“ Nach dem Überfall aud die Poststelle in Rohrbach verfolgte die Gendarmerie den BMW , daraufhin flüchteten die Täter nach Deutschland, wo Einsatzkräfte der Polizei an allen Grenzen postiert waren. So gelang auch der schnelle Zugriff. Französische Gendarmen waren daran beteiligt. Diese hatten den BMW über die Goldene Bremm verfolgt.

Einer der beiden verletzten Täter wurde in die Caritasklinik gebracht, der andere zum Winterberg-Krankenhaus. Zivilbeamte mit Maschinenpistolen begleiteten die Sanitäter, um den als hochgefährlich eingestuften Männern keine neue Flucht möglich zu machen. Wie schwer die Verletzungen sind, wollte die Polizei gestern nicht bekannt geben. Beide Täter würden aber von Beamten rund um die Uhr bewacht, so lange sie in der Klinik bleiben müssten, hieß es.

Damit endet eine Raubserie, zu der auch sechs Raubstraftaten im Saarland gehören. In Großrosseln, Klarenthal und Ludweiler hatte das Duo gezielt Frauen aufgelauert und sie unter Vorhalten einer Waffe gezwungen, ihre Autos herauszugeben. In einem Fall konnten die Täter den Wagen nicht starten, den in Klarenthal geraubten Wagen nutzten die beiden Männer für einen Raubüberfall auf eine Bäckerei in Schöneck.

Die Gendarmerie sieht zudem einen Zusammenhang mit einem Tankstellenüberfall in Forbach, einem Supermarktüberfall in Sarre-Union und eventuell auch mit einem Raubüberfall in Rilchingen-Hanweiler. Bei den Taten wechselten die Räuber stets die gestohlenen oder geraubten Autos und zündeten sie später an.
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