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Initiative: Wann kommt die Nordsaarlandstraße?

Bereits seit Jahren wird in Losheim die Nordsaarlandstraße gefordert, wie das Transparent aus dem Jahr 2003 beweist.

Bereits seit Jahren wird in Losheim die Nordsaarlandstraße gefordert, wie das Transparent aus dem Jahr 2003 beweist.

Brotdorf. Mehr als 50 Interessierte hatten sich am Sonntag am Ausgangspunkt in der Mettlacher Straße in Brotdorf eingefunden, um an der Trassen-Info- Tour zur Nordumfahrung Merzig teilzunehmen. Der Initiator der Wanderung und Vorsitzende des Vereins „Nordsaarlandstraße Jetzt“, Ulrich Kieborz, betonte dort erneut, dass es sich bei der geplanten Umgehungsstraße um ein lediglich drei Kilometer langes Teilstück handele, für das keine Waldrodungen notwendig seien. „Davon kann sich heute jeder überzeugen“. Es dürfe nicht sein, so Kieborz, dass ein Ressort wie das grüne Umweltministerium in Saarbrücken diese so wichtige struktur- und verkehrspolitische Maßnahme verhindere. „Die Straße ist für Merzig und die Hochwaldregion von allergrößter Bedeutung“, sagte Kieborz.

"Gemeinden werden von Entwicklungen profitieren"

Das bekräftigte auch Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich. „Die Gemeinden Wadern, Weiskirchen und Losheim können nur durch diese Straße an den Speckgürtel Luxemburgs angebunden werden und von den dortigen Entwicklungen profitieren.“ Allerdings gab sich Schlegel-Friedrich optimistisch: „Das eindeutige Bekenntnis zur Nordsaarlandstraße in der jüngsten Regierungserklärung der neuen Ministerpräsidentin lässt nur einen Schluss zu: Die Straße wird kommen.“

Merzigs Oberbürgermeister Alfons Lauer wiederholte noch einmal seine Forderung: „Baut diese Nordumfahrung, damit Merzig nicht im Verkehrschaos erstickt!“ Es dürfe nicht noch mehr Zeit ins Land gehen, bevor eine Finanzierung aufgrund der Schuldenbremse ganz unmöglich werde. „Mit dieser Straße wären all unsere Verkehrsprobleme mit einem Schlag gelöst“, meinte Lauer.

Erdmassenbewegungen reduzieren

Der etwa einstündige Fußmarsch führte entlang der möglichen Trasse vom Hundedressurplatz Brotdorf über den Übungsplatz der Kaserne auf der Ell bis zur Anschlussstelle an der „Panzerstraße“. Kieborz: „Für die Bürgerinitiative war es wichtig, am geplanten Anschluss an die Bundeswehrstraße den Bürgern und Landespolitikern die Topografie des Geländes genau aufzuzeigen.“ Der BI-Sprecher schlug vor, am oberen Mündungsbereich der geplanten Straße eine um etwa 100 Meter in Richtung Bundeswehrgelände hereinreichende Verlegung ins Kalkül zu ziehen. Dadurch reduziere man die Erdmassenbewegungen und erreiche einen noch schonenderen Eingriff in die Belange der Natur. „Diesen Vorschlag werden die Entscheidungsträger umgehend dem Landtag zur Vorlage und Prüfung unterbreiten“, sagte Kieborz.

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