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Insolvent: Neunkircher Kupplungsbauer soll saniert werden

Der Neunkircher Kupplungshersteller Tschan soll in der Insolvenz saniert werden.

Der Neunkircher Kupplungshersteller Tschan soll in der Insolvenz saniert werden.

Der Neunkircher Kupplungshersteller Tschan soll in der Insolvenz saniert werden. Das geht aus einer Ankündigung des Amtsgerichts Saarbrücken hervor. Betroffen sind rund 120 Mitarbeiter. Um die Sanierung in Eigenverwaltung über die Bühne zu bringen, wird es zu einem sogenannten Schutzschirm-Verfahren kommen, das zum Ziel hat, das Unternehmen fortzuführen und zu entschulden. Zum Sachwalter wurde der Saarbrücker Rechtsanwalt Günter Staab bestellt.

Für die Restrukturierung wird in der Tschan-Geschäftsführung der St. Ingbert Anwalt Franz Abel verantwortlich sein. Sachwalter Staab hat die Aufgabe, die Sanierung zu begleiten und zu kontrollieren sowie die Interessen der Gläubiger zu vertreten. Abel geht davon aus, dass die Sanierung bis zum Mai abgeschlossen ist. Tschan würde dann „von einem neuen vertriebsstarken Partner fortgeführt“, sagt er. Er ist auch davon überzeugt, „den Großteil der 120 Arbeitsplätze retten zu können“. Informationen unserer Zeitung zufolge sollen noch 90 Jobs übrig bleiben.

Die Belegschaft, die für die Monate Januar bis März Insolvenzausfallgeld erhält, wurde gestern über die Entwicklung informiert. Die Gewerkschaft IG Metall und der Betriebsrat wollen erreichen, dass der Personalabbau „sozialverträglich geschieht“, sagt Simon Geib, Gewerkschaftssekretär in der Verwaltungsstelle Neunkirchen. In den Sozialplan- Verhandlungen soll erreicht werden, dass „es zu einer ordentlichen Abfindungs-Regelung kommt und Mitarbeiter über eine Transfergesellschaft weiterqualifiziert werden können“.

Ursache des Tschan-Niedergangs war Beobachtern zufolge eine falsche Vertriebsstrategie. Die Kupplungen seien am Ende nur noch über Handelsvertreter verkauft worden, statt den Vertrieb selbst in die Hand zu nehmen. Das will Abel mit dem neuen Partner jetzt ändern. Eigentümer von Tschan ist die TIW-Beteiligungs GmbH (Lennestadt).

Deren Geschäftsführer Ludger Tüschen habe das Unternehmen bis zum Schluss mit einem Geschäftsführerdarlehen über Wasser gehalten, heißt es. low

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