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Insolvenz: Ist Höll noch zu retten?

Die Firma Höll ist insolvent.

Die Firma Höll ist insolvent.

Der vorläufige Insolvenzverwalter des Fleisch- und Wurstherstellers Höll, Marc Herbert, ist optimistisch, dass das Traditionsunternehmen gerettet werden kann. „Wir haben in den vergangenen zwei Wochen bereits Einsparungen von 100?000 Euro realisieren können“, sagt Herbert. Unter anderem hätten die Kunden Zahlungsziele von fünf bis zehn Tagen akzeptiert, was dem Unternehmen die Liquidität sichere. Außerdem habe der Geschäftsführer Reiner Wenz auf einen Teil seiner Vergütung verzichtet. Die Reinigung werde statt von einer Fremdfirma jetzt von den Mitarbeitern übernommen und Forderungen werden nicht mehr wie früher an einen so genannten Factorer verkauft. Auch sei die Auftragslage gegenüber dem Vormonat um 20 Prozent gestiegen. „Wir sind jetzt in der Produktion zu 110 Prozent ausgelastet“, erläuterte Herbert. Nachhaltig sei die Umsatzsteigerung allerdings noch nicht, denn einerseits gebe es wegen des Produktionsausfalls im August noch Nachholbedarf, andererseits hätten einige Kunden zur Stützung von Höll Aktionen vorgezogen. Mittelfristig allerdings sei eine Umsatzsteigerung zu erwarten, weil zwei Großaufträge bereits im November wirksam werden.

Herbert geht wegen der guten Entwicklung der vergangenen Tage davon aus, im November in das Insolvenzverfahren übergehen zu können, auch wenn auf ihn dann wieder die Lohnkosten der 215 Mitarbeiter zukommen. „Bis dahin hoffe ich, noch weitere 50?000 Euro einsparen zu können“, sagt er. Und dann sei bei der aktuellen Auftragslage eine schwarze Null möglich. Allerdings sei das Unternehmen damit noch nicht über den Berg: „Es darf jetzt zum Beispiel keine Maschine kaputtgehen.“Auch für die Zukunft ist Herbert positiv gestimmt: Er sei aktuell mit drei Interessenten in Gesprächen, ein vierter habe angefragt. jwo

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