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Integration: 600 Gäste bei Immigra-Messe in Saarbrücken

Saarbrücken. Rund 41 000 Männer, Frauen und Kinder in Saarbrücken sind Einwanderer oder stammen von ihnen ab. Sie haben, wie Fachleute es ausdrücken, einen „Migrationshintergrund“. Noch deutlich größer ist die Zahl der Einwanderer oder ihrer Nachfahren und der Menschen ohne Migrationshintergrund, die in Saarbrücken in einem gemeinsamen Haushalt leben: Immerhin 52 382 dieser Saarbrücker weist die aktuellste städtische Statistik aus. Sie alle sind die Zielgruppe für die zweite Auflage der Immigra, eine Integrationsmesse im VHS-Zentrum am Saarbrücker Schloss.

Über 40 Institutionen und Verbände vertreten

Mehr als 600 Besucher brachten sich dort am Mittwochnachmittag auf den neuesten Stand in Sachen Integration. „Schon am Vormittag bei der Fachtagung waren 180 Teilnehmer da“, sagte Veronika Kabis. Sie leitet das Zuwanderungs- und Integrationsbüro (ZIB) der Landeshauptstadt. Kabis sieht große Fortschritte bei der Eingliederung der Menschen aus anderen Ländern und Kulturen. „Die Dinge entwickeln sich prächtig. Es ist, als ob man einen Stein ins Wasser wirft und das weite Kreise zieht.“

Über 40 Institutionen und Verbände hatten ihre Stände aufgebaut. Dort ging es unter anderem um den Einstieg in den Arbeitsmarkt und die Erwerbstätigkeit von Einwanderern überhaupt.

„Wir müssen uns fragen, was wir für Deutschland tun können, statt ständig zu jammern“, sagte Mohammed Maiga, der Sprecher des Saarbrücker Integrationsbeirates, an die Adresse der Einwanderer. Und er schrieb den Einheimischen ins Stammbuch: „Wenn wir einen Migranten in Arbeit bringen, dann tun wir nicht nur ihm einen Gefallen. Wir tun auch etwas für unsere Renten.“

Doppelte Staatsbürgerschaft wichtiger Faktor für Arbeitserlaubnis

Die Immigra war nicht nur ein Podium für Redner, sondern auch ein großes Hilfsangebot. Es reichte vom wertvollen Tipp für eine Bewerbung bis zum Verhalten bei Diskriminierung.

Auch Neale Marsh bekam die ersehnten Antworten. „Ich habe in meiner Heimat schon als Goldschmied gearbeitet und möchte mich jetzt hier in Deutschland weiterbilden“, sagte der 32-jährige Deutsch-Kanadier. Eine abgeschlossene Ausbildung nach deutschen Maßstäben habe er aber nicht in dem Beruf. „Wir schauen zunächst, welche Qualifikationen und Vorgaben jemand mitbringt“, erklärt Christoph Born vom Qualifizierungsmanagement Saarbrücken, „in diesem Fall ist beispielsweise die doppelte Staatsbürgerschaft wichtiger Faktor für die Arbeitserlaubnis.“ Ein weiterer Beweis dafür, in wie vielen Bereichen sich Einwanderer auskennen müssen, wollen sie in Saarbrücken Fuß fassen. Und vom Fremden zum Saarbrigger werden – mit „Migrationshintergrund“ wohlgemerkt.

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