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Internet: Betrüger-Bande auf der Anklagebank

Wegen Verdachts des Internet- und Kreditkartenbetruges müssen sich jetzt drei Männer und eine Frau vor dem Landgericht verantworten. Die Angeklagten stammen aus Rumänien und sind zwischen 23 und 30 Jahren alt. Sie sollen innerhalb weniger Wochen vom Saarland aus im Internet in 113 Fällen Waren im Wert von mehr als 70.000 Euro bestellt und mit gestohlenen Kreditkartendaten bezahlt haben. Meist ging es dabei um wertvolle Handys oder Computer von zwei Luxusmarken. Die überwiegende Zahl der Geräte wurde an die Angeklagten ausgeliefert. In 51 Fällen wurde die Lieferung wegen Betrugsverdachts gestoppt. Anschließend wurden die Angeklagten festgenommen und kamen in Untersuchungshaft.

Nach Erkenntnis der  Strafverfolger sind die Beschuldigten Teil einer von Rumänien aus handelnden Bande, die arbeitsteilig vorgeht. Dabei würden zunächst einmal spezielle Seiten im Internet genutzt, die von Rumänien aus ins Netz geladen worden sind. Diese Seiten stammen angeblich von Banken oder einem speziellen Internetbezahldienst. Sie transportieren zudem eine vermeintlich offizielle Warnung an ihre Kunden vor Betrug. Um dem zu entgehen und sich zu schützen, sollen die Kunden einem Hinweis folgen und dann in einem Formular ihre Daten eingeben. Mit diesen Daten hat die Bande alles, um mit den Kreditkartendaten der Betroffenen im Internet einzukaufen. Diese sensiblen Daten gehen dann von Rumänien aus an die Bandenmitglieder in Deutschland. Die bestellen zu Lasten der Kreditkarten via Internet teure Elektro-Artikel oder Kleidung. Die Waren werden anschließend in Deutschland mit Gewinn weiterverkauft oder nach Rumänien zur Verwertung geschickt.

 Drei der Beschuldigten haben dies zum Auftakt des auf mehrere Wochen angelegten Strafprozesses gestanden. Die zwei Männer (25 und 26 Jahre alt) gaben zu, dass sie die besagten 113 Bestellungen aufgegeben hatten. Ein Teil der Waren sei an die Anschrift des Hotels geliefert worden, in dem die beiden und der dritte Mann ein Zimmer gemietet hatten. Der größere Teil der Lieferungen sei aber an die Wohnanschrift der mitangeklagten Frau (23) gegangen. Auch die Angeklagte gab dies zu. Der dritte Mann äußerte sich bislang nicht. Der Prozess werde im November fortgesetzt, hieß es.
 
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