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Internet-Endung ".saarland" soll geschaffen werden

St. Ingbert. Es gibt viele Endungen für Internetadressen: „com“, „net“ oder „info“ zum Beispiel. Demnächst soll eine weitere hinzukommen, die einen unverkennbaren Hinweis zur Herkunft des Domaininhabers liefert: „.saarland“ (dot-saarland) lautet diese Domain, die Unternehmen, Verbänden, Privatpersonen und Vereinen die Möglichkeit bieten soll, vor allem saarländisches und am Saarland interessiertes Publikum zu erreichen. Noch ist aber unklar, ob die oberste Internetbehörde ICANN (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers), mit Sitz in den USA, die Einführung der Saarland-Domain genehmigen wird. Beim gemeinnützigen Verein „dotSaarland e.V.“, der sich für die Schaffung der Domain-Endung einsetzt, ist man optimistisch, dass 2013 die ersten Adressen registriert werden können. Gestern informierte der Verein im Gebäude der Key-Systems GmbH in St. Ingbert über den aktuellen Stand. „Da wir über die technische Kompetenz verfügen und von der Landesregierung unterstützt werden, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass ICANN uns berücksichtigt“, sagte Thorsten Smeets, stellvertretender Vorsitzender des Vereins.



Mit welchen Kosten die Registrierung einer Saarland-Domain verbunden ist, konnte Smeets nicht sagen. „Die Marktpreisbildung lässt sich noch nicht abschätzen. Wir erhoffen uns aber günstige Preise.“ Wie groß das Interesse bei saarländischen Unternehmen ist, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.  So will man etwa bei der Karlsberg Brauerei auch weiterhin nichtauf die de-Adresse verzichten, sieht aber durchaus Vorteile in der Saarland-Variante. Sprecherin Petra Huffer: „Als zusätzliche Domain ist das sicherlich denkbar. Unter dieser Adresse könnten wir auf Veranstaltungen und Werbeaktionen in der Region hinweisen.“ Beim Nahrungsmittel-Hersteller Juchem aus Eppelborn will man die Entwicklung zunächst abwarten. „Es ist fraglich, ob eine solche Domain für uns, als international tätiges Unternehmen, sinnvoll ist.

Regionale Aktionen, wie unseren Fabrikverkauf, ließen sich damit aber gut bewerben“, sagt Anette Klein von der Juchem-Gruppe. Villeroy und Boch setzt weiterhin auf die Endung com, wie Almut Hähner-Ural von der Presseabteilung erklärt: „Die Möglichkeit eine .saarland-Adresse anzulegen ist sicherlich interessant für regionale Firmen und Anbieter. Wir müssen aber eine international anerkannte und bekannte URL-Adresse haben. Für unsere internationalen Besucher könnte die Endung „.saarland“ problematisch sein. Daher haben wir uns für .com entschieden und werden auch dabei bleiben.“ Inwieweit die Landesregierung ihren Internetauftritt der neuen Endung anpassen wird, ist noch unklar.

Gerald Maruhn vom Wirtschaftsministerium sieht einen Vorteil für hiesige Unternehmen: „Schon jetzt bemühen sich viele Betriebe darum, in ihrer Adresse den Bezug zum Saarland herzustellen. Die neue Endung würde dies vereinfachen und bei Suchmaschinen die Trefferqualität erhöhen.“ Bei der Tourismuszentrale des Saarlandes verfolgt man das Projekt mit Interesse. „Das könnte sich positiv auf den Tourismus auswirken, allerdings muss man abwarten, wie das Vorhaben umgesetzt wird“, sagt Sprecherin Susanne Renk.

www.dotsaarland.de
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