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Investor bevorzugt Pläne für Wohnanlage mit Wellness-Flair

Es wird wieder gebaut in Bosen. Foto: B&K

Es wird wieder gebaut in Bosen. Foto: B&K

Monatelang ruhte die Baustelle in Bosen . Da befürchtete so mancher SZ-Leser, aus dem Sechs-Millionen-Euro-Projekt „Residenz am Bostalsee“ würde nun doch nichts. Jürgen Lenhart, Verwaltungsratsmitglied beim Investor Parador, beruhigt: „Der Winter war so lang und die Pläne wurden geändert; das hat uns Zeit gekostet; aber nun geht es zügig weiter.“ Tatsächlich ruhte der Bau von November bis Mai; die Bodengrube war zu diesem Zeitpunkt schon ausgehoben. Aber statt einer Bodenplatte fand sich darin stets nur Wasser, das abgepumpt werden musste. „Hätten wir vorher gewusst, dass uns die vom Ingenieur vorgeschlagenen Bauänderungen so lange aufhalten, hätten wir es nicht gemacht“, sagt Lenhart. Konkret geht es um die Energiezentrale, die nun zwischen die beiden Wohnblocks gebaut wird. Ursprünglich war in jedem Gebäudekomplex eine eigene Anlage vorgesehen. Die neue Variante spare laut Lenhart Geld – sowohl beim Bau als auch später die Eigentümer bei der Unterhaltung.

Nach einer so langen Ruhepause, soll es nun aber Schlag auf Schlag gehen. Lenhart nennt den Zeitplan in Stichpunkten: Ende des Jahres soll der Rohbau stehen, damit im Winter der Innenausbau vorangetrieben werden könne. Bezugsfertig sollen die 27 Wohnungen dann im Frühjahr bis Sommer 2016 sein.

Je weiter der Bau fortschreite, umso einfacher werde es, die Wohnungen zu vermarkten, sagt Harald Merges, der dafür zuständig ist. Schließlich könne man dann auch etwas vorzeigen, im Moment gibt es lediglich Pläne. Merges rechnet damit, dass Ende des Jahres 80 bis 90 Prozent der Wohnungen verkauft sein werden. Derzeit sind zwei Wohnungen verkauft und sechs reserviert. Darunter auch ein Penthouse, die teuerste Wohn-Variante. Merges geht davon aus, dass die teuersten Einheiten zuerst verkauft sein werden: „Das weiß ich aus Erfahrung, die exklusiven Wohnungen sind zuerst weg.“ In diesem Fall kostet das teuerste, 122 Quadratmeter große Appartment mit einer 60 Quadratmeter großen Balkonterrasse etwa 360 000 Euro, für einen Stellplatz werden nochmal 15 000 Euro fällig. Die günstigste Wohnung ist für 141 000 Euro zu haben.

Sowohl Merges als auch Lenhart gehen davon aus, dass der größte Anteil der Käufer nicht aus der Region kommt und die Wohnungen nicht selbst nutzen wird. Merges: „70 bis 80 Prozent der Käufe werden einen touristischen Hintergrund haben.“ Der See in Kombination mit Natur sei dabei das größte Zugpferd, in Verbindung mit dem barrierefreien Wohnen. Lenhart sieht aber auch in dem Nationalpark ein „i-Tüpfelchen“. Und er wünscht sich eine weiterer Ergänzung, die kur-ähnliche Verhältnisse verspricht: „Ich stelle mir einen wellness-medizinischen Touch vor; mit einem Physiotherapeuten und einer Yoga-Schule im Haus.“

Bosens Ortsvorsteher Armin Loos ist vor allen Dingen froh, dass das Gelände mitten im Ort nun endlich genutzt wird: „15 Jahre lang haben wir überlegt, was dort gemacht werden kann.“ Niemand habe mehr daran geglaubt, dass das Gelände, das in einem schlechten Zustand gewesen sei, doch noch vermarktet wird. Aber nun sei „etwas angelaufen, was auch funktioniert“.
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