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Investoren wollen große Kletterhalle bauen: Pläne sehen Neubau im Saarlouiser Sport-Areal vor

Das ist die Rocklands-Kletterhalle in St. Wendel. Sie ist Vorbild für die geplante Halle in Saarlouis, wie die Investoren erläuterten. Foto: ROCKLANDS

Das ist die Rocklands-Kletterhalle in St. Wendel. Sie ist Vorbild für die geplante Halle in Saarlouis, wie die Investoren erläuterten. Foto: ROCKLANDS

Die Deutschen Meisterschaften im Klettern in der Halle sollen im Winter in Saarlouis stattfinden. Das markiert das Ziel von Achim Persch und Jochen Kraushaar. Bleibt nur die Kleinigkeit, dass Persch und Kraushaar bis dahin erst noch eine wettkampftaugliche Kletterhalle bauen müssen. Das haben sie auch vor. Zwei Millionen Euro wollen sie dafür ausgeben.

Persch und Kraushaar sind Geschäftsführer der Rocklands Kletterhalle Sankt Wendel GmbH. In St. Wendel haben sie eine Kletterhalle im stillgelegten Hallenbad eingerichtet. Eine ähnliche Kletterlandschaft wollen sie nun in Saarlouis bauen. Dazu müssen sie aber auch die Halle selbst errichten. Ihr Plan: Bis November soll die Halle im Saarlouiser Sport-Areal In den Fliesen stehen und eingerichtet sein.

Angesichts des Tempos blieb manchem Mitglied des Stadtplanungsausschusses erstmal die Luft weg, als ihm die Pläne vorgestellt wurden. Der Ausschuss samt Beirat nahm die Absicht einstimmig positiv zur Kenntnis. Diskutiert wurde nur der genaue Standort in den Fliesen. Der liegt ein Stück hinter der Sporthalle.

CDU-Aussschussmitglied Herbert Fontaine empfahl, den Standort näher an die Straße, die Saint-Nazairer-Allee, zu rücken, allein schon weil sonst die Erschließungskosten für die Bauherren zu hoch würden. Beiratsmitglied Ulrich Leyhe empfahl, ökologisch bedeutende Flächen wie die vorgesehene nicht ohne Not zu verbrauchen und in diesem Fall zu verfahren, wie von Fontaine vorgeschlagen.

OB Roland Henz gab zu bedenken, dass dann das „Filetstück“ in den Fliesen vergeben werde: Was dann wohl aus dem dortigen Tannenbaumverkauf werde? Oder aus Veranstaltungen wie dem Beach-Volleyball? Oder dem Platz für ein Not-Zelt für Flüchtlinge? Der Ausschuss gab der Verwaltung schließlich mit, einen Standort nahe der Straße zu prüfen.

Mit bis zu 16 Metern Höhe sollen die Kletterwände drinnen wie draußen wettkampftauglich werden. Die Halle selbst teilt sich auf 40 mal 20 Metern in zwei unterschiedlich hohe Bereiche.
 

Begeistert, skeptisch

Den Ratsleuten und der Verwaltungsspitze gefielen die Pläne. Als Kletter-Geschäftsführer Kraushaar (Eigenwerbung: „Wir sind die Geilsten der Geilsten“) ankündigte, er peile die Eröffnung und am liebsten die Deutsche Meisterschaft noch im November an, strahlten OB Roland Henz und Bürgermeisterin Marion Jost. „Wir sind“, sagte ein einigermaßen sprachloser Henz, „begeistert, aber auch etwas skeptisch“.
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