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Irre! Stennweiler Comic-Fan besitzt 10.000 Hefte

Stennweiler. Als Thomas L’hoste gerade mal neun Jahre alt war, fieberte er regelmäßig dem Dienstag entgegen. Dann schlenderte er gut gelaunt zum Kiosk von „Kuhne Marianne“ in Schiffweiler, legte zwei Groschen auf den Tresen und machte sich glücklich auf den Heimweg. Für 20 Pfennig bekam er stets ein brandneues Heftchen mit den Abenteuern von Akim, Held des Dschungels. Heute haben Pfennige als Zahlungsmittel zwar ausgedient und die Heftchen heißen Comics, aber eine Sache hat sich in 46 Jahren nicht geändert: Thomas L’hostes Faszination für Akim, Falk, Silberpfeil und Co. Natürlich erinnert er sich noch an seinen ersten Comic. „Das war Falk, Ritter ohne Furcht und Tadel, Band 15, mit dem Titel ‚Beim Teufel zu Gast’. Das ist noch immer eines meiner Lieblingshefte. Allerdings musste man dafür 60 Pfennig zahlen, weil es ein Großband ist. Die kleinen Magazine, sogenannte Piccolos, waren günstiger“, erzählt Thomas L’hoste.



Detaillierte Zeichnungen

Im Nu holt er die sauber in einer Plastikhülle verpackte Ausgabe hervor. Noch immer kommt er ins Schwärmen, wenn er von den bunten Covern und den detaillierten Zeichnungen berichtet, die ihn schon in seiner Kindheit magisch anzogen. Zeichner wie Hansrudi Wäscher (Sigurd, Akim, Nick, Tibor, Falk) und Hal Foster (Prinz Eisenherz) gehören zu seinen Favoriten. Auch von den amerikanischen Marvel-Comics besitzt L’hoste komplette Serien, wenngleich sich seine Begeisterung dafür in Grenzen hält. „Superman und Die Spinne kamen in Deutschland erst raus, als ich schon etwas älter war. Mich reizen die alten Hefte einfach mehr.“ Wie sein erstes Comicheft hat er sämtliche der mehr als 10.000 Exemplare seiner Sammlung archiviert, in Schutzhüllen verpackt, in Ordnern abgeheftet und in Schränken verstaut. Zwar beklagt sich Ehefrau Rita deshalb hin und wieder über Platzmangel, aber im Laufe der Zeit hat der Comic-Virus sich auch auf sie übertragen. Besuche von Messen wie der Intercomic in Köln gehören zum gemeinsamen Pflichtprogramm. Denn nichts fuchst einen Sammler mehr, als eine Serie, die unvollständig ist.

„Man ist natürlich immer auf der Suche, sei es auf Messen oder im Internet. Und wenn man dann fündig wird und eine begehrte Ausgabe ergattert, ist die Freude riesengroß.“ Dass ihn die Sammelleidenschaft nicht mehr loslassen wird, kann L’hoste mit Gewissheit sagen. Immer wieder bringen die Verlage Sondereditionen auf den Markt und locken ihr Klientel mit Neuauflagen. Zwar kosten diese mittlerweile weitaus mehr als 20 oder 60 Pfennig, aber einen echten Sammler kann das nicht abschrecken. Und eins steht für Thomas L’hoste fest: „Niemals würde ich ein Exemplar verkaufen. Dafür hänge ich zu sehr daran.“
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