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Ist da ein Feuerteufel zugange? Wieder Hütte in Homburg abgebrannt!

Wut und Trauer empfinden die Mitglieder des Pfälzerwald-Vereins. Diesmal war es ihre Hütte auf dem Kehrberg, die einem Brand zum Opfer fiel. An einen Zufall will in Homburger Vereinen keiner mehr glauben.

Wut und Trauer empfinden die Mitglieder des Pfälzerwald-Vereins. Diesmal war es ihre Hütte auf dem Kehrberg, die einem Brand zum Opfer fiel. An einen Zufall will in Homburger Vereinen keiner mehr glauben.

Sanddorf. In der Nacht vom Dienstag auf Mittwoch ist erneut eine Hütte im Homburger Stadtgebiet abgebrannt. Nachdem erst vor kurzem die Hütte der Ski- und Wanderfreunde Einöd in Schwarzenacker ein Opfer der Flammen wurde, hat es diesmal die Gustav-Köhler-Hütte des Pfälzerwald-Vereins, Ortsgruppe Homburg, in Sanddorf getroffen. Die Hütte wurde dabei komplett zerstört, am Morgen nach dem Brand zeugten nur noch verkohlte Reste vom ehemaligen Anwesen auf dem Kehrberg zwischen Sanddorf und Bechhofen.

Mit ziemlicher Sicherheit ein Brandstifter unterwegs

Welche Wucht das Feuer in der Nacht gehabt haben muss, davon zeugten auch die am Morgen immer noch schwelenden Brände, die gegen zehn Uhr erneut das Eingreifen der Freiwilligen Feuerwehr Homburg nötig machten. Etwas später trafen die Brandermittler der zuständigen Krimionalpolizeiinspektion Saarbrücken und Beamte des Kriminaldienstes der Homburger Bezirkspolizeiinspektion am Brandort ein. „Wir werden noch einen Spürhund für Brandbeschleuniger einsetzen“, so ein Beamter, „wenn wir aber davon ausgehen, dass an der Hütte kein Strom eingeschaltet war und auch die Wetterlage keinen Anlass für einen Brand gibt, dann können wir auch in diesem Fall Brandstiftung wohl nicht ausschließen.“ Angesprochen auf den Brand in Schwarzenacker teilten die Beamten mit, dass ein externes Gutachten noch ausstehe. Allerdings deute auch dort vieles auf Brandstiftung hin. „Endgültige Klarheit wird aber erst das Gutachten geben.“



Tiefe Bestürzung und Betroffenheit herrschte bei den Mitgliedern des Pfälzerwald-Vereins, die über den Morgen hinweg die Brandstelle aufsuchten, um sich selbst ein Bild vom Ausmaß der Katastrophe zu machen. Besonders tragisch: Es ist nicht lange her, als man das 50-jährige Bestehen der Hütte feierte, nun künden nur noch kleine Stifter-Tafeln an verkohlten Holzbänken vom Jubiläum im Jahr 2007. „Das ist unfassbar“, so ein Mitglied des Vereins, nachdem er den vollen Umfang des Brandes erkannt hatte. Glück im Unglück gab es trotzdem: Ein nahe gelegener Gas-Tank blieb unversehrt, ebenso eine weitere Hütte, in der ein Stromaggregat untergebracht ist.

Mit dem Brand der Hütte des Pfälzerwald-Vereins setzt sich die Reihe von Hüttenbränden im Homburger Stadtgebiet fort. Die Serie begann Ende vergangenen Jahres. Da brannte am 30. Dezember das Haus der Katholischen Studierenden Jugend am Gymnasium Johanneum nieder. Die Gustav-Köhler-Hütte ist nun der neunte Fall. Bis gestern konnte die Polizei noch keine Angabe zur Schadenshöhe machen.
thw
 
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