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Ist das der neue Präsident des 1. FCS?

Heute ist die Mitgliederversammlung des Fußball-Drittligisten 1. FC Saarbrücken. Wichtigste Frage hierbei: Wer wird neuer Präsident? Ein heißer Kandidat scheint Friedhelm Fiedler zu sein.

Heute ist die Mitgliederversammlung des Fußball-Drittligisten 1. FC Saarbrücken. Wichtigste Frage hierbei: Wer wird neuer Präsident? Ein heißer Kandidat scheint Friedhelm Fiedler zu sein.

Saarbrücken. Horst Hinschberger steht nicht mehr als Präsident des 1. FC Saarbrücken zur Verfügung. Das wird heute mit Sicherheit eines der heißesten Themen der Mitgliederversammlung des Fußball-Drittligisten in der Saarbrücker Congresshalle (19 Uhr) sein. Drei Jahre war Hinschberger im Amt. Der 60-jährige FDP-Landesfraktionschef kündigte vor zwei Tagen den Rückzug an, begründete ihn, dass ihm die Dreifachbelastung Beruf, Familie und Verein zu viel wurde. Sein Rückzug, auch vom kommissarischen Vorsitz der Frauenabteilung, kam überraschend.



"Ich mache das weiter, was ich am besten kann"

FCS-Schatzmeister Dieter Weller würdigt seine ehemaligen „Chef“ wie folgt: „Seine Arbeit verdient Respekt. Gerade bei den Fans hat er viel angepackt und auch bewegt. Ich bin sehr traurig. Jemanden wie ihn zu bekommen, wird schwer.“ Dass nun Weller Hinschberger beerben sollte, ist eine Spekulation, der der Schatzmeister selbst jegliche Grundlage entzieht: „Ein Mensch wie ich sollte nicht einem Verein wie dem 1. FC Saarbrücken vorstehen. Ich mache das weiter, was ich am besten kann, und mit dem ich dem Verein am besten helfen kann“, sagte der Steuerberater gestern.

"Jeder sollte dem Verein helfen, wo er kann"

Ein weiterer Namen, der derzeit diskutiert wird, lautet Uwe Kuntz. Das Vorstandsmitglied der Sparkasse Saarbrücken gilt als sportbegeistert, ist aber laut FCS-Aufsichtsratschef Reinhard Klimmt kein Kandidat für den FCS-Präsidentenstuhl: „Wir hoffen, dass wir ihn für einen Aufsichtsratsmandat gewinnen können. Aber da müssten wir zunächst noch ein paar Probleme zwischen Verein und Sparkasse lösen.“ Ebenfalls nicht infrage komme Gerhard Zibell, ehemaliges Aufsichtsratsmitglied. Der ehemalige Arbeitsdirektor der Evonik AG, lebt „nun in der Nähe von Mainz, sitzt dort in einem Gemeinderat und ist Vorsitzender des ortsansässigen Sportvereins. Er hat keine Zeit mehr für den FCS, daher kandidiert er nicht mehr für den Aufsichtsrat“, erklärt Klimmt. Auch Harald Getrey, einer der größten deutschen Franchisenehmer von McDonalds, spielt bisher „keine Rolle in unseren Überlegungen“, erklärt Klimmt. Auch der ehemalige Chefredakteur der Saarbrücker Zeitung, Friedhelm Fiedler, Ex-FCS-Profi Wolfgang Seel und CDU-Fraktionsvorsitzender Klaus Meiser werden genannt. „Meiser hat ein blau-schwarzes Herz, hat aber genug zu tun und steht nicht zur Verfügung“, sagt Klimmt. Zu Fiedler und Seel wollte sich Klimmt nicht äußern. Seel sagte gestern: „Jeder sollte dem Verein helfen, wo er kann. Das wäre bei mir auf und neben dem Rasen und sicher nicht auf dem Präsidentenstuhl.“ Fiedler hingegen war gestern zu einer Stellungnahme nicht zu erreichen. Derzeit steht er auf der Gehaltsliste des FCS-Hauptsponsors Hartmut Ostermann. Nach Infos soll Ostermann Fiedler grünes Licht gegeben haben.

Entscheidung nicht zwingend heute

„Unser Ziel ist es, dass die Mitgliederversammlung nicht die Katze im Sack kauft, aber wir werden nichts übers Knie brechen. Die Chancen stehen 50 zu 50, dass wir den Mitgliedern jemand präsentieren können“, sagt Klimmt. Wer nun Nachfolger von Hinschberger wird, wird im Übrigen nicht zwingend auf der heutigen Mitgliederversammlung entschieden. Das Wahlprozedere sieht vor, dass die Mitglieder den vom Präsidium vorgeschlagen Ältestenrat wählen. Der gewählte Ältestenrat schlägt wiederum einen Aufsichtsrat vor. Diesen Vorschlag kann die Versammlung für gut heißen – oder ablehnen. Sind die Mitglieder des Rates gewählt, werden sich diese treffen, ihren Vorsitzenden wählen und das Präsidium bestellen. Dazu haben sie zur Not ewig Zeit, denn die Vereinssatzung setzt dafür keine zeitliche Grenzen. Was auf der Versammlung auf jeden Fall diskutiert wird, sind Anträge. Davon gibt es mindestens zwei. Einige Mitglieder wollen zur Debatte stellen, den Stadionnamen und das Vereinswappen durch die Satzung zu schützen. Ein weiterer Antrag fordert, die Wahl des Präsidiums den Mitgliedern direkt zu überlassen. Ohne Umweg über die Wahl des Aufsichtsrates. Klimmt bestätigt, dass es die Anträge gibt, über ihre Chancen will er sich auf der Versammlung äußern.

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