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Ist die Saarlandbrigade bald Geschichte?

Saarbrücken. Dass im Saarland nach der Bundeswehr-Reform weniger Soldaten Dienst tun würden, war zu befürchten. Spätestens seit gestern muss sich das Land ernsthaft sorgen, dass die Saarlandbrigade bald Geschichte ist und Saarlouis nicht mehr Sitz eines Brigade-Stabes. Das Saarland wäre damit auch das einzige Bundesland ohne General.

Dies ergibt sich aus Details der gestern vorgestellten Grobplanung für die Wehrreform, wie ein Sprecher des Ministeriums  bestätigte. Diese sieht vor, dass es in Deutschland nur noch eine Luftlandebrigade gibt statt bisher zwei. An die Stelle der Luftlandebrigade 26 mit Sitz Saarlouis und Kasernen in Merzig, Lebach und Zweibrücken sowie der Luftlandebrigade 31 in Oldenburg treten zwei Regimenter – unter einem Brigade-Dach. Für die Region Saarland/Zweibrücken, wo bisher 3500 Soldaten Dienst tun, würde dies den Verlust von mindestens 1500 Soldaten bedeuten, da ein Regiment höchstens 2000, in der Regel bis zu 1800 Köpfe hat. Die Schließung mindestens eines Standort gilt als ausgemacht. Zudem könnte auch der in der Regel 150-köpfige Brigade-Stab an den anderen Regiments-Standort Oldenburg verloren gehen. Dort wohnt Verteidigungsstaatssekretär Thomas Kossendey.

Die Neuigkeiten aus Berlin beschäftigt die Landesregierung. Man sehe sie als Grundlage von Verhandlungen, zu denen kommenden Mittwoch Staatskanzleichef Andreas Storm ins Verteidigungsministerium reist, so Regierungssprecher Klein. „Wir setzen uns dafür ein, die Präsenz der Bundeswehr im Saarland weitestgehend zu erhalten.“ ulb

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