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Ja wo laufen sie denn: Der saarländische Laufkalender 2015 ist gut bestückt

 Manchmal ist es nicht verkehrt, die einfachen Dinge zu bekräftigen, damit sie nicht in Vergessenheit geraten: „Vogel fliegt, Fisch schwimmt, Mensch läuft“, erinnert Sportminister Klaus Bouillon im frisch erschienenen saarländischen Laufsportkalender 2015 an das legendäre „Naturgesetz“ des tschechischen Marathonläufers Emil Zatopek. Will sagen: Laufen ist dem Menschen eigen, es ist Grundlage aller anderen Sportarten. Es stärkt Herz und Kreislauf, stabilisiert Skelett und Muskeln und macht in den meisten Fällen zufrieden bis glücklich. „Laufsport bietet eine hervorragende Kombination von Gesundheitsförderung und Erlebnis“, und deshalb sei es ein Ziel, möglichst viele Leute in Bewegung zu bringen, vor allem Kinder und Jugendliche, schwärmt der Minister.

Laufkalender 2015

An den saarländischen Veranstaltern soll es nicht liegen. Wie in den Vorjahren bieten sie auch im Jahr 2015 etwa 80 Laufsportveranstaltungen an (die meisten im zweiten Halbjahr), so dass an fast jedem Wochenende die Möglichkeit besteht, sich im Wettkampf zu messen oder bei den Freundschaftsläufen die Gemeinschaft zu pflegen. Mit mehr als 45 000 Starts im Jahr 2014 hat die Läuferschar für eine neue Rekordbeteiligung an der Saar gesorgt, der Trend scheint intakt. Die Organisatoren treffen also wohl den Geschmack des Publikums, wobei auch Traditionsveranstaltungen stets aufs Neue zu begeistern vermögen.

So zog kürzlich der Martinslauf des TV Losheim mehr als 1000 Teilnehmer aus allen Altersschichten an. Das lag nicht nur an der Brezel, die jeder im Ziel erhielt, sondern an der Leidenschaft verblüffend vieler Menschen, die sich dort um eine nahezu perfekte Veranstaltung verdient machen – von der Anfahrt über die zügige Anmeldung und Kinderbelustigung bis zur Nettozeit-Messung.

Solche Qualität ragt heraus, während man sich mancherorts erste kummervolle Gedanken um den Erhalt von Standards macht. Denn es steigen die Kosten für Hallennutzung, Sicherheit und Verkehrslenkung, so dass die Läufe unterm Strich immer weniger für die Kasse abwerfen. Für viele Vereine wird es in Anbetracht sinkender Mitgliederzahlen schwerer, genug freiwillige Helfer zu finden, die Kuchen backen, Müll wegtragen oder als Streckenposten Wege weisen. So wünschte sich Thorsten Mayer, der Referent für Straßen-, Volks- und Crosslauf im Saarländischen Leichtathletik-Bund, dass mehr Sportler in Vereine eintreten.

Dass Vereinsleben bisweilen mit „Gruppenzwang“ in Verbindung gebracht wird, mag Mayer nicht bestreiten. Er verweist aber auf die Vorzüge: Versicherungsschutz, viele Kontakte und die Lauferfahrung der Trainer. „Geben Sie den Vereinen eine Chance“, lautet Mayers Wunsch für 2015. In Fortführung Zatopeks gesprochen: Mensch läuft in Gemeinschaft.

Bei der Zusammenstellung der Lauftabelle haben wir uns um Sorgfalt und Aktualität bemüht. Vor einem Start empfiehlt sich aber eine Vergewisserung, etwa bei slb-saarland.com oder laufdatensaar.de
   
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