A1 Trier Richtung Saarbrücken Zwischen AS Illingen und Kreuz Saarbrücken Gefahr durch Gegenstände auf der Fahrbahn (13.12.2017, 23:31)

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Jäger setzt sich gegen Wildschweinplage ein

Ludweiler. Den Schwarzkitteln soll es an den Kragen gehen: Dies war wohl die wichtigste Aussage bei der achten Jagdgenossenschaftsversammlung der Jagdgenossenschaft Völklingen-Ludweiler, die am Dienstagabend in der Ratsschänke stattfand. Denn durch die wachsenden Wildschweinpopulationen seien in einigen Teilen der Stadt – insbesondere in Ludweiler – massive Schäden an Privatgrundstücken aufgetreten, sagte Walter Engelberth, der Leiter des städtischen Forstamtes. In dieser für die betroffenen Eigentümer unerfreulichen Situation solle, so der Appell von Bürgermeister Wolfgang Bintz, auch die Jagdgenossenschaft Ludweiler nach den ihr gegebenen Möglichkeiten helfend zur Seite stehen.



Da der Vertrag mit dem bisherigen Jagdpächter, Dr. Karl Bund, bereits am 1. April ausgelaufen war und nicht mehr verlängert wurde, beauftragte die Geschäftsführung der Jagdgenossenschaft Bernd Müller aus Ludweiler, in Sachen Wildschadensabwehr jagdlich tätig zu werden. Wie bei der Versammlung berichtet wurde, packte Bernd Müller die Angelegenheit seit dem 1. Oktober mit erfreulichem Elan an: Acht Wildsauen haben er und Stefan Ersch bereits erlegt.



Angesichts der derzeit immensen Wildschäden will Bernd Müller die Jagd nur unter dem Vorbehalt pachten, dass seine Haftung auf höchstens 1400 Euro im Jahr begrenzt wird. Er will sich aber im Gegenzug verpflichten, das Schwarzwildproblem offensiv anzugehen – auch in den befriedeten Bezirken, in denen die Jagd normalerweise ruht, so beispielsweise im Neubaugebiet am Bollenberg. Schon im Dezember soll eine Treibjagd stattfinden, um die Wildschweinpopulation zu verringern. Die endgültige Entscheidung über die Neuverpachtung fällt aber erst in der nächsten Sitzung am kommenden Dienstag, 16. November (18 Uhr, Ratsschänke).

Jürgen Faust beanstandete, dass seit vielen Jahren keine Versammlung der Jagdgenossenschaft mehr stattgefunden habe; er forderte, in der nächsten Sitzung einen ausführlichen Rechenschaftsbericht über die derzeitige finanzielle Situation vorzulegen. Dann soll auch ein neuer Jagdvorstand gewählt werden. Als Wahlvorschläge stehen Oberbürgermeister Klaus Lorig als Jagdvorsteher, Manfred Schambil als Stellvertreter sowie Jürgen Faust, Fritz Becker und Martin Lacour als Mitglieder des Jagdgenossenschaftsausschusses zur Diskussion.
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