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Jägersfreuder bringt eigenes Bier raus

Jägersfreude. Nanu, was ist denn das? Kaum leuchtet in der Dunkelheit das Transparent, füllt sich draußen bereits der Platz zum Parken. Es betreten das winzige Lokal mit seinen zwei Tischen: Sandra Lindner und Petra Schneider, es folgen Gerd Weiß und Inge Spang, Rudolf Klee und hernach noch ein paar andere Damen und Herren aus Jägersfreude und Herrensohr. Auf einmal ist die Hütte voll und die Stimmung prächtig. Szene-Treff auf dem Blechhammer, wie Einheimische den Stadtteil Jägersfreude nennen? Jawohl, das kann man durchaus sagen.


Nach eigenem Rezept für den Hausgebrauch

Bier kaufen wollen all die Leute hier und natürlich auch ein Schwätzchen halten, direkt neben dem Feuerwerker Drumm am Eingang zur ehemaligen Grube Jägersfreude. Dort gingen vor wenigen Monaten Lars Kröger und seine Lebensgefährtin Daniela Koltzer quasi getränkemäßig in die Offensive.

Wahlsaarländer Lars Kröger – er stammt aus der Hamburger Gegend – bringt hier sein selbst kreiertes Bier an den Mann und an die Frau. Angefangen hat er daheim in Dudweiler, hat ein bisschen was zusammengebraut nach eigenem Rezept für den Hausgebrauch, für den gemütlichen Abend auf der Terrasse. Freundin Daniela hatte ihn gebeten, mal ein Bier herzustellen, das nicht so herb ist. Herausgekommen ist das Börnsteen, das sich bei Kennern großer Beliebtheit erfreut. Im Freundes- und Bekanntenkreis, sagt Kröger, sei das bernsteinfarbene Getränk gut angekommen. Und so sei er gebeten worden, mehr und mehr davon zu brauen.

Malzig-süffiges Krögenbräu

Das aber ging nicht, sagt der 43-Jährige. Wegen zollrechtlicher Bestimmungen. Mehr als 200 Liter pro Jahr für den eigenen Verzehr – mehr sei nicht drin. Also hat er das Ganze auf professionelle Füße gestellt. Und in Bayern eine kleine Brauerei gefunden, die nach seinem Rezept den Gerstensaft herstellt. Und seither gibt es das malzig-süffige Krögenbräu. „Mittlerweile“, sagt der Erfinder, seien seine Produkte in einigen ausgesuchten Getränkeläden im Regionalverband und sogar in Homburg gelistet. Inklusive des Kröger'schen Schwarzbieres – „nicht so stark gehopft, sondern milder und sehr malzig“, sagt sein Erfinder.

Brauer und Mälzer wollte Lars Kröger eigentlich werden, hauptberuflich arbeitet er heute aber als Ökonom an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement in Saarbrücken. Und hat sein Hobby („das ist noch ausbaufähig“) auf den Feierabend verlegt. Manchmal trifft man ihn auch in seinem Ausschankwagen auf Festen. „Ein bisschen Kult“ hat Kröger auch noch am Lager: „Fritz Kola“ aus Hamburg – ebenfalls ein Nischenprodukt „mit dreifach Koffein“. In Krögers Laden sind mittlerweile noch mehr Gäste eingetroffen. Die Leute vom Blechhammer kennen sich. Sie umrunden den Stehtisch und prosten sich zu. Zu Hause ein Glas Bier zur Brust nehmen – das ist doch nur halb so schön.

Öffnungszeiten im Krögenbräu-Shop, Grube 1, Jägersfreude: Dienstag und Donnerstag ab 18 Uhr und nach Vereinbarung. In dieser Woche allerdings (KW 5) ist der Laden dicht.

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