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Jahresbericht 2013: Das sind die zentralen Themen der Verbraucherzentrale

Pferdefleisch in der Lasagne, Antibiotika im Geflügel, unklare Herkunft von Eiern: 2013 haben drei große Lebensmittelskandale Verbraucherschützer beschäftigt. „Hier braucht es dauerhafte, global handelnde Kontrollteams“, sagte gestern die Ernährungsreferentin Barbara Schroeter bei der Vorstellung des Jahresberichts in der Verbraucherzentrale des Saarlandes (VZ). Fast 48 000 Verbraucher haben 2013 bei der VZ Rat gesucht, hinzu kommen 72 000 Internetkontakte. 86 Prozent der Befragten zeigten sich in einer aktuellen Emnid-Studie in Rheinland- Pfalz/Saarland zufrieden mit den Beratungen.

Die Standards bei der Lebensmittelsicherheit spielen für die VZ auch bei dem geplanten Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA, TTIP, eine zentrale Rolle. Landen genmanipulierter Mais und Chlor-Hühnchen auch in saarländischen Regalen? „Wir haben die Sorge, dass die Standards gesenkt werden“, sagte VZ-Geschäftsführer Jürgen Zimper. Er bezeichnete 2013 als „richtungsweisend“ für die Rechte der Verbraucher. Durch die Ansiedlung im Bundesjustizministerium habe der Verbraucherschutz ein Initiativrecht für Gesetze erhalten.

In den vergangenen zehn Jahren hätten sich die Energiekosten fast verdoppelt. Entsprechend hoch sei die Nachfrage nach der Energieberatung. Hauptthema in den 16 Beratungsstützpunkten sei die Wärmedämmung für Häuser. 746 Mal kamen VZ-Berater zu Verbrauchern ins Haus, um konkrete Energiespartipps zu geben. Dies sei bundesweit die höchste Zahl pro Einwohner, was die VZ auf die hohe Eigenheimdichte zurückführt.

Werbeanrufe mit unerwünschten Auftragsbestätigungen für Gewinnspiele stellten 2013 wieder ein besonderes Ärgernis dar. Dabei wurden bereits 2012 die Vorschriften gegen die unerlaubte Telefonwerbung verschärft. Verträge sind nur dann wirksam, wenn sie anschließend schriftlich bestätigt werden. „Wir wünschen uns, dass alle Verträge, nicht nur für Gewinnspiele, diese Bestätigungslösung bekommen“, sagte VZ-Referentin Désirée Fuchs. Großer Beratungsbedarf bestehe rund um die private Altersvorsorge. „Durch das unübersichtliche Angebot, die Vielzahl der Produkte und die widersprüchliche Berichterstattung sind die Verbraucher verunsichert“, sagte Fachberater Werner Kiefer. Die VZ helfe, das individuell passende Vorsorgeangebot zu finden.

Die Zahl der jungen Schuldner steige. Daher hat die VZ Unterrichtsmaterial entwickelt, mit dem Schüler unter anderem über die Themen Kaufvertrag, Internet und Kredit informiert werden. In Kürze soll ein Computerspiel online gehen, das diese Themen spielerisch aufbereitet.

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