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Jamaika nicht ausgeschlossen

Trotz inhaltlicher Differenzen sehen FDP und Grüne, die sich gestern über strittige Punkte unterhielten, Chancen für „eine gemeinsame Grundlage“, die in eine Jamaika-Koalition an der Saar münden könnte.

Saarbrücken. Auch nach einer Hand voll Sondierungsgesprächen steht noch nicht fest, wohin die Reise mit einer neuen Regierungsbildung im Saarland geht. Gestern haben in Saarbrücken die Delegationen von FDP und Grünen rund vier Stunden lang über Punkte geredet, die zwischen beiden Parteien strittig sind. Wegen der von beiden Seiten vereinbarten Vertraulichkeit wurden jedoch keine Ergebnisse mitgeteilt.

Am Schluss zog der FDP-Landesvorsitzende Christoph Hartmann dieses Fazit: „Es war ein inhaltlich sehr gutes Gespräch in freundlicher Atmosphäre.“ Nun müsse man sehen, wie man die „Dinge weiter gestalten“ könne. Immerhin gehe es ja hier um ein Projekt, das fünf Jahre halten solle. Und: „Wir sind zuversichtlich, dass es eine gemeinsame Grundlage geben kann.“

Der Grünen-Landesvorsitzende Hubert Ulrich begründete die lange Gesprächsdauer mit den unterschiedlichen programmatischen Ansätzen beider Parteien: „Sowohl mit der CDU als auch mit den Freidemokraten gibt es deutlich größere Differenzen als zum Beispiel mit der SPD.“ Ferner gab Ulrich zu erkennen, dass man sich näher komme: „Das waren sehr aufschlussreiche Gespräche. Es ist Bewegung bei allen Parteien in alle Richtungen zu erkennen.“ Jedoch sind konkretere Festlegungen auf ein Regierungsbündnis erst in der nächsten Woche zu erwarten, wenn das Ergebnis der Bundestagswahl feststeht und wenn sich die Landtagsparteien zu zwei Dreierrunden im großen Kreis zusammenfinden.

Dabei geht es am nächsten Donnerstag zwischen CDU, FDP und Grünen zunächst um das Ausloten einer Jamaika-Koalition. Einen Tag darauf sind SPD, Linke und Grüne dran, um die Möglichkeiten eines Linksbündnisses zu erörtern. Über all dies will Ulrich die Basis in der folgenden Woche auf Regionalkonferenzen informieren, bevor ein Parteitag am 11. Oktober der Grünen-Spitze den Auftrag zu Koalitionsverhandlungen erteilt.

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