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Jeder Dritte googelt seinen Namen

 „Was steht eigentlich über mich im Internet?“ – Diese Frage mag sich so mancher stellen. Und nicht selten geben sich die Internetnutzer selbst die Antwort, indem sie bei einer Online-Suchmaschine nachschauen. Fast drei Viertel der deutschen Internetnutzer (72 Prozent) ab 14 Jahren haben schon einmal bei den Suchmaschinen Google, Yahoo oder Bing nach ihrem Namen gesucht. Das ergibt eine Studie des Branchenverbandes Bitkom mit 1005 Befragten.

Ego-Googeln liegt im TrendGut jeder dritte deutsche Nutzer speist den eigenen Namen regelmäßig in eine Suchmaschine ein: Jeder Fünfte mehrfach im Jahr, jeder Zehnte einmal monatlich und jeder Fünfundzwanzigste sogar mehrfach im Monat. „Noch vor wenigen Jahren stand das so sogenannte Ego-Googeln unter dringendem Narzissmus-Verdacht“, sagt Bitkom-Präsident Dieter Kempf. „Heute ist Ego-Googeln Ausdruck eines eigenverantwortlichen Umgangs mit dem digitalen Ich.“ Denn es kommt durchaus vor, dass der Nutzer dabei Unerfreuliches über sich im Internet findet, etwa ihm unangenehme Fotos. „Jeder sollte regelmäßig seinen eigenen Namen in Suchmaschinen eingeben und wissen, was andere im Internet über seine Person veröffentlichen oder erfahren können. Dies gilt insbesondere vor Bewerbungsgesprächen oder der Aufnahme von Geschäftskontakten“, rät Kempf. Gemäß dem Branchenverband informiert sich nämlich mehr als die Hälfte aller Unternehmen im Internet über Bewerber.Unvorteilhafte Bilder im Netz müssen Nutzer nicht hinnehmen. „Grundsätzlich bedarf jede Veröffentlichung einer Aufnahme der Einwilligung der abgelichteten Person“, erklärt Dennis Tölle, Jurist und Betreiber der Seite rechtambild.de. Dementsprechend können Personen gegen jedes Bild vorgehen, das ohne ihre Einwilligung im Internet kursiert. „Bei Veröffentlichungen auf privaten Internetseiten sollte der erste Schritt eine freundliche aber bestimmte Aufforderung zur Löschung an den Betreiber sein“, rät Tölle. Auch in Blogs oder auf anderen Webseiten bestehe die Möglichkeit, die verantwortliche Person direkt zu kontaktieren. Das sei der Autor eines Artikels oder die im Impressum angegebene Person. Führt das nicht zum Erfolg, könnten Betroffene einen Rechtsanwalt einschalten. Kursiert das Bild in einem sozialen Netzwerk, bestehe die Möglichkeit, sich an den Betreiber der jeweiligen Plattform zu wenden, erläutert Tölle.

Das Internet vergisst nichtsAllerdings warnt Sabine Petri, Datenschutzexpertin bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen: „Daten, die einmal im Netz sind, lassen sich nicht zurücknehmen.“ Es sei zwar möglich, Daten und Bilder zu löschen, sodass sie nicht mehr auf einer Seite oder bei Google angezeigt werden. Dennoch sind diese Informationen weiterhin in den Datenbanken vorhanden. In manchen sozialen Netzwerken, etwa bei Facebook, geben die Nutzer zudem die Rechte an den Daten ab. So können Inhalte im Internet verbreitet werden und an anderer Stelle im Netz wieder auftauchen.„Man sollte von Anfang an überlegen, was man selbst ins Internet stellt“, rät Sabine Petri. Vertrauliche Informationen wie Adresse, Handy- und Kreditkartennummer haben gemäß der Verbraucherzentrale auf Webseiten nichts zu suchen. Zudem sollten Nutzer darauf achten, dass nichts von ihnen ins Netz gestellt wird, was ihnen persönlich oder beruflich schaden könnte. Wer den Verdacht hat, dass seine Daten gestohlen oder missbraucht wurden, kann sich an die Verbraucherzentrale oder den jeweiligen Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit wenden.
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