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Jetzt doch kein Busfahrer-Streik in Völklingen

Ein Streik der Völklinger Busfahrer im Vorfeld der Oberbürgermeisterwahl ist abgewendet. OB Klaus Lorig (CDU) und Verdi-Fachbereichsleiter Bernd Oleynik haben gestern gemeinsam eine Einigung verkündet.

Von SZ-Redakteur Bernhard Geber

Völklingen.
Die Verhandlungen über einen Tarifvertrag bei der Völklinger Verkehrsgesellschaft (VVG) sind erfolgreich abgeschlossen worden. Dies haben gestern der Aufsichtsratsvorsitzende der Stadtwerke Völklingen Holding, Oberbürgermeister Klaus Lorig, und Verdi-Fachbereichsleiter Verkehr, Bernd Oleynik, in einer gemeinsamen Pressemittelung verkündet.

Lorig erklärte, mit dem Abschluss sei sichergestellt, dass ab 1. Mai für die Beschäftigten der Völklinger Verkehrsbetriebe der TV-N Saar, der Tarifvertrag für die Nahverkehrsbetriebe, eingeführt werde. Damit sei ein positives Ergebnis im Sinne der Mitarbeiter erzielt worden. Es beinhalte mit Rückwirkung zum 1. Januar auch eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit. Oleynik ergänzte, dass mit dem Abschluss eine Einmalzahlung an die Mitarbeiter in Höhe von 200 Euro für das vergangene Jahr vorgesehen sei (siehe „Hintergrund“). Verhandlungen zur näheren Ausgestaltung des TV-N Saar für die Beschäftigten der VVG sollten dann im März aufgenommen werden.

Lorig wies weiter darauf hin, dass im vergangenen Jahr durch Eigeninitiative der Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe eine erhebliche Einsparung erzielt worden sei. In einem Schreiben an die Geschäftsführung habe er deshalb für diese Mitarbeiter eine Sonderausschüttung in Höhe von insgesamt zehn Prozent des Einsparvolumens, also rund 13.000 Euro, gefordert. Hätte ein externer Fachmann beauftragt werden müssen, die erzielte Einsparung zu verwirklichen, so Lorig, wäre eine ähnliche Auftragssumme fällig geworden. Als Honorierung für den Einsatz der eigenen Mitarbeiter sei dieser Betrag deshalb mehr als berechtigt.

Die VVG, an der die Stadt mit 49 Prozent beteiligt ist, betreibt die Busse des öffentlichen Personennahverkehrs in Völklingen. Sie ist zu 51 Prozent in der Hand von privaten Busunternehmen. Oleynik hatte noch vor rund einer Woche Lorig mit Arbeitskampfmaßnahmen größeren Stils gedroht. Auch Völklinger SPD und Linke hatten sich für eine schelle Einigung eingesetzt.


Hintergrund


In der Vereinbarung heißt es unter anderem wörtlich: „Ab 1.1.2010 wird das Tarifrecht für private Omnibusbetriebe Saarland, wie es zwischen dem LVS und Verdi vereinbart ist, für die Völklinger Verkehrsgesellschaft mit der Maßgabe vereinbart, dass § 3 b des Manteltarifvertrags mit der Abweichung, dass die 40,5-Stunden-Woche zur Anwendung kommt, ohne dass die Monatslöhne dabei verändert werden, gilt. Fürs abgelaufene Jahr wird vollbeschäftigten Mitarbeitern eine Einmalzahlung von 200 Euro gezahlt.“ red

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