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Jetzt steht's fest: In Landau gibt's den besten Saumagen

Landau/Zweibrücken. Beim Saumagen sind der Fantasie offensichtlich keinerlei Grenzen gesetzt: Er kann in einem Kürbis angerichtet werden, als Schweinskopf mit rausgestreckter Zunge, als Lasagne, Pastete oder sogar als Praline. Insgesamt 155 Saumägen in allen möglichen Variationen sind gestern beim 7. Internationalen Pfälzer Saumagenwettbewerb in Landau ins Rennen gegangen – auf der Suche nach den Besten. Juroren bewerteten die Saumagen-Gerichte nach Geschmack, Aussehen, Konsistenz und Schnittfestigkeit.

Erstmals durften Hausfrauen und Hausmänner mitmachen. Sie waren mit neun Gerichten dabei, wie Susanne Bien von der Kreishandwerkerschaft der Südpfalz sagte. Bisher war der von der Fleischer-Innung Südliche Weinstraße Landau Germersheim organisierte Wettbewerb um das „Pfälzer Nationalgericht“ Fachbetrieben, Gastronomen und Köchen vorbehalten. Man habe sich für Hausfrauen entschieden, auch um neue Rezepturen ins Spiel zu bringen, sagte Bien. Insgesamt reichten 52 Teilnehmer ihre Kochkunstwerke ein.

Mit dem zweijährlichen Wettbewerb will die Innung die Popularität des Saumagens weiter steigern. Der Saumagen – von Westricher Bauern zwischen Zweibrücken und Pirmasens um das Jahr 1700 erfunden – sei kein Arme-Leute-Essen zur Restverwertung, sondern „ein Feinschmeckerprodukt“. Bei einem klassischen Saumagen-Gericht wird der gesäuberte Schweinemagen mit Kartoffelwürfeln, Fleisch und Gewürzen gefüllt. Prominentester Fan des Gerichts ist Altkanzler Helmut Kohl (CDU).

Am Nachmittag standen dann die Sieger fest: In den Kategorien „Original Pfälzer Saumagen“ und „Pfälzer Saumagen mit Zutatenvariationen“ belegte Metzger Peter Gütermann aus Landau den ersten Platz. Bei der „Saumagenfüllung in besonderer Form“ kam die Metzgerklasse der Berufsbildenden Schule Landau auf Platz eins. Und als Hausfrau wurde Gertrud Wind aus Gossersweiler gekürt. Vor zwei Jahren waren noch rund 200 Saumägen bei dem Wettbewerb eingereicht worden. Innungs- Geschäftsführer Klaus Seiferlein, zeigte sich über den Rückgang „etwas enttäuscht“. Insgesamt sei aber „das Niveau des Wettbewerbs gleichbleibend hoch geblieben“.

 Die beiden besten Teilnehmer aus der Region Zweibrücken waren mit der Maximalpunktzahl 50 und Gold-Auszeichnungen Klaus Burkhardt („Saumagen mit Kastanien“) aus Rieschweiler- Mühlbach sowie Helmut Baderschneider aus Dellfeld („Original Pfälzer Saumagen“), der den Wettbewerb bereits zwei Mal gewonnen hatte.

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