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Jobs: Deutsche und Französische Arbeitsagenturen arbeiten zusammen

Viele Arbeitslose aus Frankreich wissen nicht, dass sie auch im Saarland Hilfe bei der Jobsuche bekommen. Sie suchen hauptsächlich auf eigene Faust oder nur in Frankreich. Um ihnen zu helfen, haben die französische und die deutsche Arbeitsagentur den „grenzüberschreitenden Vermittlungsservice“ (GüS) ins Leben gerufen. Der soll nun Lothringern helfen, auch im Saarland einen Job zu finden. Denn der Bedarf an französisch sprechenden Fachkräften ist da. Der GüS hat zwei Hauptbüros, eines in der Agentur für Arbeit in Saarbrücken und eines beim Pôle emploi, dem französischen Arbeitsamt in Saargemünd. Beide Büros arbeiten zusammen.

„Die Unterschiede zwischen Frankreich und Deutschland fangen beim Lebenslauf an. Er enthält in Frankreich in der Regel kein Bild, in Deutschland ist es aber oft ratsam, eins zu haben“, sagt Bernd Uplawski, Teamleiter der grenzüberschreitenden Vermittlung: „Gerade Lothringer, die zum ersten Mal im Saarland arbeiten wollen, müssen aber auch verschiedene Dinge bei Sozialversicherung und Besteuerung beachten. Dann gibt es auch unterschiedliche arbeitsrechtliche Regelungen in beiden Ländern, beispielsweise bei Überstunden.“

Der GüS gibt Arbeitsuchenden aus Frankreich diese Informationen und hilft ihnen je nach Bedarf auch anders. „Unsere Leistungen sind dieselben wie bei der allgemeinen Arbeitsvermittlung in der Agentur“, erklärt Uplawski: „Wir beraten, bieten Bewerbungstrainings. Unter bestimmten Voraussetzungen besteht die Möglichkeit einer von uns finanzierten Fortbildung. Auch Bewerbungskosten können wir übernehmen.“

Oft könne der GüS den Arbeitslosen aber auch gleich eine Stelle anbieten – meist solche, für die man gut Französisch können sollte. Der Hintergrund laut Uplawski: „In Lothringen herrscht eine höhere Arbeitslosigkeit, im Saarland ein Bedarf an Arbeitskräften.“ Das französische Arbeitsamt versucht nun gezielt, Deutsch sprechende Arbeitsuchende an den GüS weiterzuleiten. Uplawski: „Aber auch befristet in Deutschland angestellte Franzosen können sich melden und werden eventuell weitervermittelt, bevor sie sich arbeitslos melden müssen.“

Im Moment kümmere sich der GüS um ungefähr 280 Menschen – darunter Hilfskräfte, Fachkräfte und Akademiker. Uplawski rechnet damit, dass es bis Mai etwa 500 Leute werden. Nach einer Erhebung über deutsche Sprachkenntnisse in Lothringen kämen für den GüS sogar noch deutlich mehr Arbeitsuchende in Frage. Derzeit pendeln, laut Uplawski, jeden Tag 18 000 Lothringer ins Saarland.

Franzosen können mit dem GüS aber auch folgendermaßen in Kontakt kommen: Sie gehen zur Grenzgängerberatung, melden dort an, dass sie gern vom GüS betreut werden wollen und bekommen dann einen Termin für ein persönliches Gespräch mit einem französischen und einem deutschen Vermittler. Dabei bewerten die Vermittler beispielsweise Bewerbungsunterlagen und machen Verbesserungsvorschläge. Bei einem anderen Gespräch klärt man den weiteren Ablauf der Jobsuche. Das kann – je nachdem, wo der Arbeitsuchende wohnt – in Frankreich oder Deutschland geschehen.

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