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Joe Cocker rockt die Saarbrücker Saarlandhalle

Schon in jungen Jahren hatte er eine Stimme wie ein alter Mann. Sie wurde sein Kapital und ist es bis heute geblieben: Joe Cocker war zu Gast in der Saarlandhalle.

Schon in jungen Jahren hatte er eine Stimme wie ein alter Mann. Sie wurde sein Kapital und ist es bis heute geblieben: Joe Cocker war zu Gast in der Saarlandhalle.

Saarbrücken. Laut Wikipedia bezeichnet ein Reibeisen entweder eine Raspel zur Holzbearbeitung oder eine Küchenreibe. Die Definition der Reibeisen-Stimme ist da eindeutiger: Eine solche muss sich einfach anhören wie das Sing-Organ von Joe Cocker. Wo andere Sänger wie etwa Sting mit fortgeschrittenem Alter schwächeln und nicht mehr ganz die hohen Töne ihrer Jugendjahre erreichen, hat der 64-jährige Cocker das Glück, schon zu Woodstock-Zeiten eine Stimme wie ein alter Mann gehabt zu haben – woran sich bis heute nichts geändert hat. Nach wie vor fällt es den Tönen bei ihm scheinbar schwer, die Stimmbänder überhaupt zu passieren, weshalb es immer wirkt, als müsse der Engländer gegen die Flächen aus Hammond-Orgel und weiblichem Hintergrund-Chor mit aller Macht ankämpfen. Mit dieser Art zu singen fesselt er schon seit Jahrzehnten sein Publikum – der Grund, weshalb man am Samstagabend in der Saarlandhalle viele Eltern mit ihren Kindern vor der Bühne sah.

Von Blues und Rock geprägte Ära

Cockers lange Karriere lässt sich in zwei Hälften aufteilen: Jene von Blues und Rock geprägte Ära in den 60ern und 70ern, die in Alkohol- und Drogenproblemen zu enden schien. Dann die Wiederauferstehung in den 80ern mit Popsongs wie „Unchain my heart“. Seinen Fans blieb er in Saarbrücken nichts schuldig. So war wenig vom neuen Album „Hard Knocks“ zu hören, dafür alle bekannten Songs, die der Mann mit der markanten Stimme neu interpretiert hat. Den Konzertabschluss bildete das unvergessene „With a little help from my friends“.

Mit dem Beatles-Song legte Cocker 1968 das Fundament seiner Laufbahn; der Auftritt beim Woodstock-Festival 1969 machte ihn weltberühmt. Vor über 7000 Zuhörern entlockte die wilde Nummer dem vorher grimmig-stoisch blickenden Sänger zum einen ein Lächeln, zum anderen verstärkte sich da sein charakteristisches Spielen der Luftgitarre. Als wollte er sagen: Vergesst die anderen Lieder, das hier bin ich! sedi

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