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Johanniter in Trier beklagen Rückgang an Zivis

Trier. Die Johanniter-Unfall-Hilfe in Trier beklagt einen dramatischen Rückgang an jungen Menschen, die sich bei der Hilfsorganisation im Zivildienst oder im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) engagieren. „Wir haben derzeit null Bewerbungen“, sagte der Leiter der Sozialen Dienste des Regionalverbandes Trier-Mosel, Daniel Bialas, am Donnerstag in Trier. Das habe es noch nie gegeben. Sollten sich keine jungen Leute mehr finden, stünden bei den Johannitern im Raum Trier im Sommer ganze Hilfsangebote wie „Essen auf Rädern“ oder der Fahrdienst für Behinderte auf dem Prüfstand.

Den Fahrdienst für ältere Menschen etwa zum Friseur oder zum Arzt habe man bereits im November 2009 streichen müssen. „Wir hatten keine andere Wahl“, sagte Bialas. Wegfallende Hilfskräfte seien zeitweise durch Studenten überbrückt worden. „Die sind aber auf Dauer zu teuer.“ Die Johanniter fahren in Trier rund 60 Essen aus.

Ende Februar werden die letzten beiden FSJ'ler, die bei den Johannitern in Trier noch anpacken, ausscheiden. „Was dann kommt, ist offen.“ Derzeit seien vier Stellen sofort zu besetzen. „Das FSJ bei den Johannitern kann auch als Alternative zum Zivildienst absolviert werden“, hieß es.

Beim Bistum Trier sind die Zahlen der Zivildienstleistenden mit knapp 500 weitgehend stabil geblieben, sagte der Leiter der Sozialen Lerndienste, Peter Nilles, in Trier. Unklar sei aber die Entwicklung im Hinblick auf die geplante Wehrdienst- und Zivildienstverkürzung auf sechs Monate ab dem Jahr 2011. Es sei zu befürchten, dass sich dann die Art der Tätigkeit verändere und zunehmend anspruchslose Arbeiten angeboten würden. „Das kann aber nicht unser Ziel sein“, sagte Nilles.


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