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Jonas Hector und Dzsenifer Marozsan als Saarsportler des Jahres geehrt

Im vergangenen Jahr war es noch umgekehrt: Der gebürtige Kölner Jan Frodeno schnappte dem Saarländer Jonas Hector die Siegertrophäe „Victoria“ weg. Der für das LAZ Saarbrücken startende Triathlet, der wahlweise in Spanien oder Australien lebt, verteidigte seinen Titel als Saarsportler des Jahres vor dem Fußball-Profi vom Bundesligisten 1. FC Köln. Gestern Abend verhinderte Hector das Triple des Olympiasiegers von 2008, der als erster Deutscher beim Ironman auf Hawaii in diesem Jahr seinen WM-Titel verteidigt sowie in Roth einen Weltrekord über die Langdistanz aufgestellt hat. Der 26 Jahre alte Nationalspieler aus Auersmacher setzte sich bei der vom Verein Saarländische Sportjournalisten (VSS) initiierten Wahl mit nur zwölf Stimmen mehr vor Frodeno durch. Auf Rang drei landete der Ukrainer Oleg Wernjajew. Der Turner vom Bundesligisten TG Saar gewann bei den Olympischen Spielen in Rio Gold am Barren sowie Silber im Mehrkampf.

Laudator Stefan Kuntz lobte bei der Preisverleihung im Rahmen einer Gala in der Multifunktionshalle der Hermann-Neuberger-Sportschule in Saarbrücken Hectors Kombination aus Talent, Einstellung, Arbeitswille, Bescheidenheit und Demut: „Ich hätte dich gerne als Mitspieler gehabt, weil du mit deiner Ruhe sehr viel Kraft ausstrahlst.“ Hector, dem noch ein Länderspiel-Einsatz fehlt, um den Europameister von 1996 als saarländischen Rekord-Nationalspieler abzulösen, erklärte: „Die Auszeichnung ist eine große Ehre, wenn man sieht, wer noch nominiert war und ich ohne Medaille hier stehe.“

Auch bei den Frauen verhinderte ein Fußball-Profi ein Triple. Die gebürtige Ungarin Dzsenifer Marozsan ist nach 2013 wieder Saarsportlerin des Jahres. Sie setzte sich vor Pauline Schäfer durch. Die Turnerin vom TV Pflugscheid-Hixberg hatte den Titel 2014 und 2015 erhalten und kam diesmal auf Rang zwei – vor der Paralympics-Medaillengewinnerin Claudia Nicoleitzik vom TV Püttlingen. Sie hatte die „Victoria“ 2012 gewonnen. Marozsan, die in Saarbrücken aufgewachsen ist und inzwischen bei Olympique Lyon kickt, schoss die deutsche Nationalmannschaft in Rio zum Olympiasieg und ist mittlerweile deren Spielführerin. Die 24-Jährige, die beim gestrigen 3:0-Heimsieg gegen den FC Metz in der französischen Division 1 zwei Tore vorbereitete und den Preis bereits unter der Woche bekam, sagte in einer Videoeinspielung: „Ich bin sprachlos und wahnsinnig stolz, aus dem Saarland zu sein. Ich werde immer wieder vorbeikommen.“

Saarsport-Mannschaft des Jahres ist wie 2015 der BC Bischmisheim. Die Badminton-Spieler sind in der vergangenen Saison zum siebten Mal in nur zehn Jahren deutscher Mannschafts-Meister geworden. Den Ehrenpreis des VSS erhielt Therese Zenz aus Mettlach. Sie ist eine der erfolgreichsten Sportlerinnen in der Geschichte des Saarlandes: Weltmeisterin, dreimalige Silbermedaillen-Gewinnerin bei Olympia, EM-Zweite, fünf Mal deutsche Meisterin. Die 83-Jährige hat im Kanu fast alles erreicht, was man erreichen kann. Der Nachwuchspreis ging an Schwimmerin Marlene Hüther.

 

Zum Thema:

 

Die Ergebnisse der Saarsportler-Wahl 2016 des Vereins Saarländische Sportjournalisten : Männer: 1. Jonas Hector (Fußball) 216 Stimmen, 2. Jan Frodeno (Triathlon) 204, 3. Oleg Wernjajew (Turnen) 127, 4. Timo Bernhard (Motorsport) 95, 5. Andreas Waschburger (Schwimmen) 51. Frauen: 1. Dzsenifer Marozsan (Fußball) 229 Stimmen, 2. Pauline Schäfer (Turnen) 177, 3. Claudia Nicoleitzik (Behindertensport/Leichtathletik) 149, 4. Laura Müller (Leichtathletik) 77, 5. Lisa Klein (Radsport) 68. Mannschaften: 1. BC Bischmisheim (Badminton) 233 Stimmen, 2. TG Saar (Turnen) 173, 3. 1. FC Saarbrücken (Tischtennis) 169, 4. Saarlouis Royals (Basketball) 143, 5. RSG Saarbrücken (Rhythmische Sportgymnastik) 83. mak

 
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