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Josefskirche St. Ingbert: Bald kommt die neue Turmspitze

In den kommenden Wochen wird die weithin sichtbare Turmspitze der St. Ingberter Josefskirche wieder aufgebaut. Bis Jahresende, erläutert Pfarrer Arno Vogt, werde der Hauptturm dicht sein. 8,1 Millionen Euro sind mittlerweile an dem Gotteshaus verbaut, das ein Großfeuer im Sommer 2007 massiv beschädigte.

 
St. I
ngbert. Ein Mann Gottes sollte guten Mutes sein. Beim Wiederaufbau der St. Ingberter Josefskirche wurde diese Tugend bei Pfarrer Arno Vogt so manches Mal auf die Probe gestellt. Denn die Arbeiten nach dem verheerenden Brand im Sommer 2007, der das Dach der Kirche komplett zerstörte und den Hauptturm arg in Mitleidenschaft zog, sorgten für viele Überraschungen und Verzögerungen. Doch dieser Tage ist der Pfarrer guter Dinge: „Wir haben jetzt einen Termin, den will ich einhalten. Im August/September kommenden Jahres wollen wir anstelle des Pfarrfestes die Glockenweihe feiern, im November dann die Einweihung der Kirche.“
8,1 Millionen Euro sind nach seinen Worten mittlerweile verbaut worden. Die zuletzt geschätzte Gesamtsumme von 13,5 Millionen Euro für den Wiederaufbau hofft Vogt einzuhalten oder im günstigen Fall vielleicht zu unterschreiten.
Auch die St. Ingberter werden in den kommenden Wochen deutlich erkennen, dass es an dem Gotteshaus vorangeht. Die Giebelwände des Hauptturmes stehen seit vergangener Woche wieder. Die Steinmetze haben diesen mühsamen Part beendet. Sie konnten die Sandsteinquader nur nach und nach aufmauern, da der Mörtel genug Zeit zum Trocknen brauchte. Jetzt sind die Zimmerleute dran. In mehreren vorgefertigten Stücken, erläutert Vogt, werde die Holzkonstruktion der 25 Meter hohen Turmspitze jetzt auf das Mauerwerk gesetzt. Der Kran zwischen Kirche und Pfarrhaus wurde zu diesem Zweck umgerüstet. Vogt: „Er ist höher und der Arm kann größere Lasten heben.“ Die weithin sichtbare Spitze soll inklusive Verschalung bis Jahresende fertig sein. Den Schiefer werden die Dachdecker dann im kommenden Frühjahr aufnageln. Der neue Kirchturm wird stabiler sein als der alte. Im Giebelansatz haben die Arbeiter einen Ringanker aus Beton gegossen. Auf diesem Anker wird die Turmkonstruktion fußen. „Der Turm ist dann sicherer vor schweren Stürmen“, sagt der Pfarrer. Ende des Jahres, berichtet er weiter, werde dann auch das Schwingungsgutachten erstellt, nach dessen Erkenntnissen die Glocken gegossen werden. Auch im Inneren der Kirche geht es voran. Das Innengerüst, das den gesamten Kirchenraum in eine Stahlrohrlandschaft verwandelt hat, wird im Oktober abgebaut. Für eine weitere Überraschung könnte noch der Fußboden sorgen, der momentan abgedeckt ist. Welche Schäden an ihm entstanden sind über die lange Zeit seit dem Feuer, wird sich erst dann erweisen. Guten Mut braucht Pfarrer Vogt in Sachen Wiederaufbau der Josefskirche trotz eines absehbaren Endes auch weiterhin.

 



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