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Jubiläum: 35 millionster Reifen verlässt Michelin-Werk Homburg

Das Homburger Werk des französischen Reifenherstellers Michelin gehört seit Gründung vor 40 Jahren zu den Pfeilern der Automobil-Industrie in der Region. Am Donnerstag (20.05.) verließ der 35 millonste Reifen das Werk.

Homburg. Als einen „Leuchtturm in der saarländischen Industrie“ bezeichnete der saarländische Ministerpräsident Peter Müller (CDU) gestern in seiner Rede das Homburger Werk des Reifenherstellers Michelin. „35 Millionen Reifen sind eine Erfolgsgeschichte im Land“, sagte der Ministerpräsident während der Feier aus diesem Anlass auf dem Werksgelände. „Sie haben in den 40 Jahren Ihre Sache gut gemacht und das Land profitiert davon“, so Müller.

Michel Perrin, Technik-Chef aller Michelin-Lkw-Reifenwerke in Europa bezeichnete die Homburger Fabrik als „Zugpferd unter den Michelin-Lkw-Reifenwerken“. Rudolf Burkart, Leiter des Lieferantenmanagements im Daimler-Benz Lkw-Werk im badischen Wörth und einer der Großkunden des Homburger Reihenherstellers, unterstrich die hohe technologische Kompetenz des Werkes. Als Musterbeispiel europäischen Miteinanders lobte Betriebsratsvorsitzender Raymond Ott das Werk Homburg, wo französische Mitarbeiter über Jahrzehnte einträchtig mit den Deutschen arbeiteten.

Gestern war auch der Mann dabei, der den ersten Lkw-Reifen vor 40 Jahren von Hand wickelte: Günter Strasser (71) aus dem pfälzischen Breitbach. „Ich kam am 20. Oktober 1969 ins Werk und hatte zuvor als einziger deutscher Ausbilder im Werk Tours die ersten Leute für Homburg angelernt.“

Erholung am Lkw-Markt spürbar

Mittlerweile mache sich nach dem tiefen Einbruch 2009 eine leichte Erholung am Lkw-Markt bemerkbar, vor allem springe die Nachfrage aus Asien an, sagt Jürgen John (50), Chef des Werkes Homburg. „Wir haben erstmals wieder ein Auftragsvolumen über die nächsten vier Monate im Vergleich zu nur wenigen Wochen im Vorjahr.“ Das bedeute eine Auslastung von gut 80 Prozent für dieses Jahr bei den Neureifen. Geplant waren nur 70 Prozent. Das Werk produziert Neu- und runderneuerte Reifen: Von den bisher 35 Millionen entfallen 13 Millionen auf Runderneuerung und 22 Millionen auf neue Reifen für schwere Lkw.

Unsicherer sei die Lage im Bereich Rundereuerung, weil hier die Aufträge noch eher unregelmäßig einträfen. In diesem Bereich wird noch teilweise Kurzarbeit gefahren. Zu den 1200 Stammmitarbeitern kommen noch 150 Leiharbeiter hinzu. Für 2010 rechnet John mit einer Produktion von rund 860 000 Neureifen (Vorjahr: 690 000) und etwa 400 000 Runderneuerten (wie Vorjahr).

Sorge machen John die stark gestiegenen Rohstoffpreise bei Kautschuk, Ruß und Ölen, die den Ertrag drückten. Derzeit wird die Produktion einer neuen Reifengeneration mit einem sich selbst schärfenden Reifenprofil vorbereitet, die eine längere Laufzeit ermöglicht. In den vergangenen fünf Jahren hat Michelin hierfür insgesamt 95 Millionen Euro investiert. Für 2010 bewegen sich die Investitionen mit rund zehn Millionen Euro auf Vorjahresniveau. Um die Spitzenstellung des Homburger Werks zu halten, sei eine neue Maschinengeneration nötig, so John.

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