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Jugendhaus in Homburg komplett abgebrannt

Ein Feuer hat am Mittwochmorgen das Haus der Katholischen Studierenden Jugend am Gymnasium Johanneum in Homburg komplett zerstört. Offenbar hatte sich während des Feuers niemand im Inneren des Gebäudes befunden. Die Brandursache stand noch nicht fest. Reste des Gebäudes wurden zum Teil abgetragen. Der Schaden wird auf 100.000 Euro geschätzt.

Von SZ-Mitarbeiter Thorsten Wolf

Homburg. Um drei Minuten nach acht Uhr ereilte am Mittwoch Morgen den Homburger Wehrführer Bernd Habermann die Nachricht von einem Brand in der Nähe des Johanneums. Als nur wenig später die ersten Einsatzkräfte des Löschbezirks Homburg-Mitte an der Brandstelle eintrafen, stand das Jugendhaus der Katholischen Studierenden Jugend (KSJ) auf dem Gelände des Gymnasiums schon vollständig in Flammen.

Mit den nachalarmierten Löschbezirken aus Einöd und Wörschweiler gelang es den Feuerwehrleuten, den Brand zu löschen. Allerdings forderten noch Stunden nach dem Alarm immer wieder aufflammende Brandnester die Aufmerksamkeit der Einsatzkräfte. Mit Motorsägen wurden Teile der Außenverkleidung des Holzbaus geöffnet, um an die Brandstellen zu gelangen. „Vor Ort waren wir mit insgesamt 35 Feuerwehrleuten und zehn Einsatzfahrzeugen aktiv“, bezifferte Habermann den personellen und materiellen Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr.

Nach dem Löschen des Brandes nahmen Ermittler des Kriminaldienstes der Polizeibezirksinspektion Homburg ihre Arbeit auf. Vor Ort konnten die Beamten noch keine Auskunft zur möglichen Brandursache machen, ein im Haus befindlicher Ofen wurde allerdings, ebenso wie eine schadhafte elektrische Leitung, nicht ausgeschlossen. Erschwert wurden die Ermittlungen durch die Einsturzgefahr des vollständig zerstörten Gebäudes, ein Baustatiker der Homburger Verwaltung riet nach einer ersten Prüfung von einem weiteren Betreten des Baus ab.

Gegen Mittag begannen die Verantwortlichen auf Anraten von Homburgs Oberbürgermeister Karlheinz Schöner, der sich am Ort des Geschehens selbst ein Bild von der Zerstörung gemacht hatte, das Gebäude mit schwerem Gerät abzutragen um so eine ungefährliche Überprüfung des Brandstelle zu gewährleisten.

Die Ermittlungen zur Brandursache wurden im Verlauf des Vormittags an die Kriminalpolizeiinspektion in Saarbrücken abgegeben. Kriminalhauptkommissar Michael Rolshausen bezifferte den Schaden auf SZ-Nachfrage mit rund 100.000 Euro, Angaben zur Brandursache waren noch nicht möglich. Die Frage, ob sich möglicherweise zum Zeitpunkt des Feuers Personen im KSJ-Jugendhaus aufgehalten haben könnten, konnte Rolshausen nicht abschließend beantworten. „Derzeit gibt es allerdings dahingehend keine Hinweise. Wir werden den Brandort aber zusätzlich mit Leichenspürhunden absuchen.“ Diesbezügliche und weitere Ergebnisse, auch zur Brandursache, könnten, so Rolshausen, im Laufe des Donnerstags erwartet werden.

Pater Ludger Holtmann, verantwortlich für die Betreuung der KSJ am Johanneum, zeigte sich sichtlich betrübt über den Verlust des Mitte der 80er Jahre gebauten Jugendhauses. „Den Jugendlichen fehlen nun ihre Räume. Zwar können wir auf ein benachbartes Haus ausweichen und uns so vorerst behelfen. Was aber nun wird, das müssen wir uns in der Zukunft überlegen.“

Eine Randnotiz des Brandes:

Ein Hydrant, den die Wehr für die Löschwasserversorgung nutzen wollte, zeigte sich defekt, so dass eine plötzlich aufschießende Wasserfontäne Teile des Wohnbereichs der Patres des Johanneums unter Wasser setzte. Einen wesentlichen Einfluss auf den Verlauf der Löscharbeiten hatte dieser Vorfall jedoch nicht. Wehrführer Bernd Habermann: „Mit Schläuchen der nachalarmierten Löschbezirke konnten wir eine Leitung bis zum nächst gelegenen Hydranten bilden. Bis diese einsatzfähig war, lief der Löschbetrieb aus den Tanks der Einsatzfahrzeuge.“

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