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Jugendliche dringen außerhalb der Öffnungszeiten ins Ensdorfer Freibad ein

Nachrichten aus der Region Saarlouis.

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„Wir gehen jetzt damit an die Öffentlichkeit“, sagte Ensdorfs Bürgermeister Hartwin Faust am Dienstag. Denn Sommerhitze und Ferien verleiten junge Leute zum Besuch des Ensdorfer Freibades außerhalb der Öffnungszeiten. Und das führe zu unhaltbaren Zuständen. Vielfach spiele dabei Alkohol eine Rolle. Dann steigere sich Übermut zur Sachbeschädigung und Verschmutzung. „Müll landet in den Becken, Tische und Klappstühle aus der Möblierung des Kiosk.“

18 Personen habe man nachts im Ensdorfer Bad ertappt. Das war bei Aktionen vom 25. auf den 26. sowie vom 27. auf den 28. Juli. Ein privater Sicherheitsdienst habe da zugegriffen, der seit vergangener Woche vor Ort ist. Er bleibe vorerst bis Ende der Saison. Zusätzlich fahre die Polizei Streife.

Unnötige Kosten

„Nur drei der jungen Leute sind aus Ensdorf selbst“, sagte Jörg Wilhelmy, Leiter der Zentralen Dienste. Die anderen stammten aus der näheren Umgebung. Auch fast ein halbes Dutzend Minderjährige sei darunter.

„Wir freuen uns ja“, führte Faust aus, „dass unser Bad so attraktiv ist, aber diese nächtlichen Besuche verursachen unnötige Kosten“. Da müsse anschließend repariert werden und gereinigt. Zum Teil fände sich morgens die Notdurft neben dem Becken. Deshalb sei das Personal schon früher als sonst im Einsatz, damit bei Öffnung des Bades alles wieder im tadellosen Zustand ist. „Die meisten Ertappten verhalten sich so, als sei das eine Lappalie“, bedauerte Faust fehlendes Unrechtsbewusstsein. „Und das ist nicht mal der Personenkreis, den man normalerweise bei so was annehmen würde. Das sind auch Abiturienten.“

Nur zwei der in diesem Jahr Erwischten hätten sich entschuldigt. In einigen anderen Fällen aber zweifelt der Ensdorfer Verwaltungschef sogar an den Eltern. Denn bei den Minderjährigen, die nachts um 1 Uhr alkoholisiert im Freibad planschten, könne das unterlassene Aufsichtspflicht sein. In Ensdorf wird das nächtliche Badevergnügen unangenehm und teuer, versicherte Faust. Wiederholungstätern drohe Hausverbot. Es werde eine Bearbeitungsgebühr von 40 Euro erhoben. Zusätzlich könne die Erstattung der verursachten Schäden und eine Strafanzeige folgen.

Gefährliche Situation

„Denen ist allen nicht bewusst, welche Folgen das auch für Gesundheit und Leben haben kann“, betonte Faust. Ein Krampf genüge, und es werde lebensbedrohlich. Ein Sprung im überhitzten Zustand ins kühle Nass könne zum Herzinfarkt führen. „Dann ist aber kein Bademeister da. Wir haben tagsüber nicht umsonst einen ausgebildeten Schwimmmeister und zwei Helfer im Einsatz.“ Zudem sei das Gelände nachts geschlossen, was im Notfall für Rettungskräfte die Zufahrt erschwere.

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