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Jugendraum für Hangard gesucht

Nachrichten aus der Region Neunkirchen.

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Hangard. Sie halten sich an der Ostertalhalle oder vor der Volksbank auf – die Jugendlichen in Hangard. Seit rund einem Jahr setzt sich der Neunkircher Jugendbeirat für einen Jugendraum ein. Einer der Haupt-Initiatoren sei die Junge Union (JU) gewesen, die im Frühjahr 2010 über 100 Unterschriften gesammelt hatte, sagt Raffaelo Timpano, Vorsitzender des Jugendbeirats. Jetzt sollen Nägel mit Köpfen gemacht werden.

Als einziger Raum komme derzeit das alte Sportheim des Sportverein Hangard in Frage, sagt Ortsvorsteher Rolf Altpeter. „Es gab Überlegungen, einen Raum an der Schule einzurichten – aber solange dort zwei Schulklassen sind, kann man die Räume nicht anderweitig nutzen.“ Allerdings seien da noch einige Probleme, die geklärt werden müssten. So gebe es im alten Sportlerheim keine Toiletten, und die Heizung müsste neu gemacht werden.

Auch fehle es an entsprechender Einrichtung für Jugendliche wie Couch, Tische, Stühle und eine Musikanlage. Zudem befände sich das Heim außerhalb der Ortsbebauung: „Da stellt sich die Frage nach der Beleuchtung und der Entfernung.“ Das zweite Problem ist die Trägerschaft. „Um vom Landkreis gefördert zu werden, muss ein förderfähiger Verein Träger sein“, erklärt Altpeter. Das Diakonische Werk, das in Wiebelskirchen den Jugendtreff High Life betreibt, habe sich dafür bereit erklärt. Die Aufsicht der Jugendlichen würde dann unter Federführung der beiden hauptamtliche Kräfte laufen, die im Wiebelskircher Jugendtreff angestellt sind, so Altpeter. Einer dieser Kräfte ist Jan Dierks. Rund 60 Jugendliche halten bei schlechtem Wetter im Wiebelskircher Jugendtreff High Life auf, so Dierks – darunter auch einige aus Hangard.

Er hält es für sinnvoll, dass jeder Ort einen geschützten Raum für Jugendliche hat. „Sonst halten sie sich an Bushaltestellen auf und werden als Gefährdung der öffentlichen Ordnung wahrgenommen.“ Das High Life sei ein Raum ohne Konsumzwang, wo Jugendliche Billard, Tischfußball, Basketball oder Fußball spielen und grillen könnten.

Anfang Oktober sollen alle Beteiligten sich an einen Tisch setzen – neben Ortsvorsteher Rolf Altpeter das Diakonische Werk, das Kreisjugendamt, die Kirchen, der Sportverein Hangard, Ortsvorsteher und eventuell Mandatsträger. Altpeter: „Damit ein Jugendraum in Hangard eingerichtet werden kann, müssen zuerst folgende Grundvoraussetzungen geschaffen werden: Die Beteiligten müssen sich einig werden, ob der Raum überhaupt geeignet ist, wie hoch die Mietvorstellungen des Sportvereins sind und wie viel die Stadt bereit ist, für die Umgestaltung zu investieren.“ Dieser Konsens, so Altpeter, müsse vereinsübergreifend und überparteilich sein. Zudem wird der Jugendraum Thema in der Sitzung des Sozialausschusses am morgigen Donnerstag sein.

Anfangs soll der Hangarder Jugendtreff einmal die Woche ein paar Stunden geöffnet haben – „um zu testen, wie es angenommen wird“, sagt Raffaelo Timpano. Der 24-Jährige hat vor allem einen Wunsch: „Dass das Ganze schnell über die Bühne geht.“

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