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Jugendtreff Exodus: Kochduell gegen Schließung

Die Kirche will das Exodus schließen. Die Jugendlichen lassen sich was dagegen einfallen: ein Kochduell zwischen Staatssekretär Sebastian Pini und Gemmel-Koch Gaetano Giordano zum Beispiel.

Die Kirche will das Exodus schließen. Die Jugendlichen lassen sich was dagegen einfallen: ein Kochduell zwischen Staatssekretär Sebastian Pini und Gemmel-Koch Gaetano Giordano zum Beispiel.

Saarbrücken. Wenn es um wichtige Einrichtungen in der Stadt geht, ist das Duell ein nicht ganz neues Mittel der Auseinandersetzung. Am 22. Oktober 1894 trafen sich die Bürgermeister Neff (St. Johann) und Feldmann (Saarbrücken) im Morgengrauen, weil sie wegen eines neuen Bezirkskommandos aneinandergeraten waren. Es soll niemand verletzt worden sein. Aber weil Duelle verboten waren, wurden beide Bürgermeister zu Festungshaft auf Ehrenbreitstein in Koblenz verurteilt.

Duellanten kämpften mit Kochlöffeln

Weder mit Verletzungen, noch mit Festungshaft mussten die Duellanten rechnen, die gestern Abend im Jugendtreff Exodus an der Johanneskirche antraten. Zum einen stritten sie sich nicht um das Jugendcafé, sondern gemeinsam dafür, dass es von der katholischen Kirche nicht wie angekündigt zum Jahresende geschlossen wird. Zum anderen war die Wahl der Waffen kein fall für die Polizei. Es handelte sich um ein Kochduell.

Auf der einen Seite: Sebastian Pini, Staatssekretär im saarländischen Gesundheitsministerium, unterstützt von den Exodus-Jugendlichen Jannik Born, Luisa Fuchs und Elena Comes sowie Christian Moreth. Moreth war 2009 Saarlands bester Beikoch und ist zurzeit in der Ausbildung zum Koch beim SOS Kinderdorf Saarbrücken.

Team des Gemmel-Kochs leicht vorne

Auf der anderen Seite: Gaetano Giordano, Koch des Restaurants Gemmel. Er wurde aus dem Exodus-Team unterstützt von Kimberley Kuntz, Julia Plak, Pascale Pöß und Giulia Barba. Die Aufgabe für beide Teams: Für rund 60 Gäste mussten Bruschetta, eine sommerliche Melonen-Gurken-Suppe, Risotto an Steinpilzen und Tiramisu zubereitet und serviert werden. Die Jury, bestehend aus allen Gästen, hatte Spaß, aber keine leichte Entscheidung zu treffen. Am Ende lag das Team des Gemmel-Kochs allerdings leicht vorne.

Gewonnen hat aber vor allem das Café Exodus selbst. Der Staatssekretär brachte nämlich Geld in Form eines so genannten Zuwendungsbescheid s mit. 2950 Euro bekommt das Exodus vom Ministerium, also aus dem Steuertopf, um bis Jahresende ein- bis zweimal in der Woche gesundes Mittagessen für Schüler zu kochen.

:: www.cafe-exodus.de

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