L125 Neunkirchen Richtung Saarbrücken-Johannisbrücke Kreuzung Neunkirchen-Sinnerthal Vollsperrung, Bauarbeiten bis 01.05.2018, eine Umleitung ist eingerichtet Die Sperrung erfolgt aufgrund von Sanierungsarbeiten am Brückenbauwerk und der Fahrbahn im Bereich "Plättches Dohle" (18.04.2017, 10:58)

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Junge Eismacher bringen Abwechslung in die Tüte

Saarbrücken. „Letztlich lässt sich fast alles zu Eis machen“, sagt Yasmine Abou-Shama, Betreiberin der Eisbar Amore an der Johanneskirche. Ihr Mann Giovanni, mit dem sie die Eisbar seit vier Jahren im Sommer führt, tüftelt regelmäßig mit seinen Eisköchen an neuen Geschmacksrichtungen.

„Wir haben immer ein Dutzend Eissorten gleichzeitig im Angebot, wechseln aber alle paar Tage durch“, sagt die 35-Jährige. „Die Kunden sollen sich überraschen lassen.“ Neben den „Klassikern“ Vanille, Schokolade und Erdbeere kämen auch exotische Sorten wie Orange-Petersilie, Superbeere oder Erdnussbutter mit Fleur de Sel (Meersalz) gut an. „Unsere Kunden sind mitunter schon traurig, wenn wir ihr Lieblingseis durch eine andere Sorte ersetzen. Aber wir möchten ihnen Abwechslung bieten. So lernen sie noch mehr Kreationen kennen“, sagt Abou-Shama. Der Renner dieser Eis-Saison könnte Mohn-Butterkeks werden, glaubt sie, „das ist sehr lecker“.
Die Eisbar-Betreiber haben viel ausprobiert, auch die Sorte Gorgonzola-Walnuss hatten sie im Angebot. Eis mit Alkoholgeschmack hingegen ist bei den Kunden durchgefallen. „Biereis oder Eiscreme mit Crémant-Geschmack liefen nicht so gut.“

Einen Euro kostet ein Bällchen bei Amore. „Der Preis ist auch nötig. Wir nehmen keine Geschmacksverstärker oder Farbstoffe, nur natürliche Zutaten wie Nüsse und Früchte – und die sind wesentlich teurer“, sagt die 35-Jährige.

Mauro De Lorenzo mag es traditionell. „Wir stellen das Eis noch wie vor 50 Jahren her, als mein Vater den Laden gegründet hat“, sagt der Besitzer des Eiscafés De Lorenzo am St. Johanner Markt. Natürlich probiere auch er einiges aus, „Experimentieren gehört beim Eismachen einfach dazu“, sagt der 40-Jährige.

Dennoch will er nicht jeden Trend bedienen. Die beliebte Sorte „Cookies“ hat er nicht im Angebot, auch „Schlumpfeis“ hat er noch nie probiert. „Die Leute stehen auf bunt und schrill – und daher produziert die Industrie alles Mögliche. Aber gerade beim Eis ist weniger mehr“, sagt er. In Zeiten des bewussten Konsums bemerkt er aber eine Entwicklung: „Immer mehr Kunden fragen nach veganem Eis, ohne Tiermilch.“ Bereits vor einigen Jahren stellte er „eher aus einer Laune heraus“ Eis aus Sojamilch her. Seitdem gehören Soja-Trüffel und Soja-Kokosnuss fest ins Sortiment. Ansonsten produziert er wie zu Vaters Zeiten und nur mit natürlichen Zutaten.

Im Laufe der Zeit hat sich jedoch die Auswahl vergrößert, dagegen konnte er sich nicht wehren. Rund 25 Eissorten bietet De Lorenzo zu 80 Cent die Kugel an, die meisten sind „Klassiker“. Ausgefallener sind grüner Apfel, Nougatella und „O Leck“, seine Spezialität: Erdbeeren, Zitrone, Limettensaft, Basilikum und Pfefferminz, alles in einer Kugel. „O-Leck-Eis ist mein Alleinstellungsmerkmal. Das kennt jeder.“
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