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Junge Eritrea-Flüchtlinge ziehen am Montag ins „Haus Sonnenwald" ein

 Haus Sonnenwald hat am 15. Dezember geschossen.

Haus Sonnenwald hat am 15. Dezember geschossen.

Vom ostafrikanischen Eritrea bis nach Besseringen im Saarland ist es ein weiter Fluchtweg: Rund 8000 Kilometer haben 24 Jugendliche zurückgelegt, die vor Bürgerkrieg in ihrer Heimat geflohen sind (die SZ berichtete). Am Montag ziehen sie ins ehemalige Erholungsheim „Haus Sonnenwald“ des Sozialverbandes VdK Deutschland. „Eigentlich nimmt die Clearingstelle in Völklingen unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge auf“, erklärt Lars Weber vom Regionalverband Saarbrücken. „Doch sie war überfüllt. Also wurden die Jugendlichen vom Regionalverband, der als ihr amtlicher Vormund fungiert, für einige Tage in der Turnhalle Köllerbach untergebracht.“

Als neue Unterkunft mietete das Diakonische Werk Saar, einer der Träger der Clearingstelle, das „Haus Sonnenwald“ an – als Dependance des Clearinghauses, wie Helmut Paulus vom Diakonischen Werk Saar erläutert. Die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge (UMF) bekommen dort Unterkunft, Kleidung und psychologische Betreuung. „Außerdem führen Mitarbeiter des UMF-Mobil dort das so genannte Clearing- Verfahren durch“, erklärt Paulus. „In der Regel dauert es drei bis sechs Monate, bis auf diese Art alle asyl- und aufenthaltsrechtlichen Fragen geklärt sind.“

Dürfen die jungen Afrikaner danach weiter im Saarland bleiben, werden sie von Jugendamt, Regionalverband und freien Trägern wie das Diakonische Werk Saar in Wohngruppen untergebracht. Paulus sagt: „Am Montag können sie ihre Zimmer beziehen. Aber wir müssen noch Sprachkurse und andere Angebote vor Ort organisieren.“ Wie zum Beispiel Sportvereine, über die die Jugendlichen sich leichter in die Gemeinde integrieren könnten. Die 24 Jugendlichen sind nicht die einzigen jungen Flüchtlinge im Kreis Merzig-Wadern: In der Jugendherberge Weiskirchen leben seit mehreren Wochen acht Minderjährige, ebenfalls aus Eritrea, die zwischenzeitlich im Ökodorf Losheim untergebracht wurden. Betreut werden sie vom Sozialwerk Saar-Mosel. em

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