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Junge Fahrer verursachen öfter Unfälle

Symbolfoto.

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Junge Fahrer leben auf deutschen Straßen besonders gefährlich – erst im Juni verlor ein 25-Jähriger aus Wadern auf der Landstraße 151 sein Leben. Auf saarländischen Straßen starben im Jahr 2013 laut Verkehrspolizei insgesamt 39 Menschen. Darunter waren neun junge Fahrer – dazu zählen in der Statistik Personen zwischen 18 und 24 Jahren – also fast ein Viertel der Getöteten. Dabei macht diese Altersklasse nach Angaben des Statistischen Bundesamts nur rund acht Prozent der Gesamtbevölkerung aus. In diesem Jahr starben im Saarland im Verkehr bereits vier junge Fahrer (Stichtag 15. Juni).

Ob junge Fahrer generell häufiger an Verkehrsunfällen beteiligt sind als ältere Fahrer, lässt sich nach Auskunft der Polizei nicht allgemeingültig sagen, da man hierzu den Anteil der jungen Fahrer an der Gesamtzahl der Verkehrsteilnehmer kennen müsste. Eine Tendenz lasse sich jedoch aus den Unfallzahlen ablesen: Krachte es im vergangenen Jahr im Saarland insgesamt 32 040 Mal, waren bei 4212 Unfällen junge Fahrer schuld. „Insbesondere ist die Gruppe junger Fahrer als Verursacher bei Verkehrsunfällen mit Personenschäden im Verhältnis zu ihrem Anteil an der Bevölkerung überrepräsentiert. So wurde im Jahr 2013 jeder fünfte Verkehrsunfall mit Personenschaden von einem jungen Fahrer verursacht“, teilt die Polizei mit. Gab es 3946 Verkehrsunfälle mit Personenschäden, waren 853 (21,6 Prozent) von 18- bis 24-Jährigen Fahren ausgelöst.

 Verglichen mit den Jahren 2012 und 2011 beobachtet die Polizei bei der Unfallbeteiligung der 18- bis 24-Jährigen einen leichten Anstieg. „Ob es sich hierbei allerdings um einen tatsächlichen Entwicklungstrend oder lediglich um ‚normale’ statistische Schwankungen handelt, lässt sich nicht beurteilen“, hieß es weiter.

Bundesweit verzeichnet das Statistische Bundesamt in den ersten drei Monaten dieses Jahres einen Anstieg der Zahl der Verkehrstoten um mehr als zehn Prozent. 941 Menschen starben in diesem Zeitraum auf deutschen Straßen. 2013 waren es bundesweit insgesamt 3339 Menschen – eine schlimme Zahl, aber auch ein historischer Tiefstand.

Was die Unfallursachen betrifft, gibt es Unterschiede zwischen jungen und älteren Fahrern. Häufigste Ursache für Verkehrsunfälle mit Personenschäden, die von jungen Fahrern verursacht wurden, war in 21,6 Prozent der Fälle zu hohe Geschwindigkeit. Bei der Gesamtzahl aller Verkehrsteilnehmer waren es lediglich 11,3 Prozent. Daneben ist bei den jungen Fahrern die „Unterschreitung des Mindestabstands“ sowie „Alkohol und Drogen“ häufiger eine Unfallursache als im Schnitt der Gesamtbevölkerung.

Ob Präventionsprogramme für junge Fahrer wie „Saar- Bob“ einen Rückgang der Verkehrsunfälle bewirken, sei für das Saarland noch nicht erforscht. Bei diesem Programm verzichtet der Fahrer auf Alkohol und bekommt nichtalkoholische Freigetränke in den Gaststätten. Allerdings habe eine Studie der Uni Gießen für die Bob-Region Mittelhessen nachweisen können, dass die Bob-Aktion zu einem signifikanten Rückgang alkoholbedingter Verkehrsunfälle bei jungen Fahrern geführt habe, teilt die Polizei weiter mit. Eine entsprechende Auswertung sei auch für das Saarland geplant.
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