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Junge Filmemacher drehen in der Ludwigschule

Nachrichten aus der Region St. Ingbert.

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St. Ingbert. Sie habe bereits auf mehreren Sets als Darstellerin gearbeitet, aber so professionell sei es noch nirgends gewesen, meinte Joana Landsberg aus Darmstadt. Dabei ist der St. Ingberter Filmemacher Jörn Michaely erst 17 Jahre alt, arbeitet aber mit höchster Konzentration und Disziplin an seinen Filmen. Am zweiten Augustwochenende war die Ludwigschule in St. Ingbert der Drehort für seinen neusten Kurzfilm „Weißer Kragen“. Drehbuch und Ablauf waren präzise geplant, das bundesweite Casting erfolgte im Mai. So kamen die Darsteller aus Mainz (Thomas Heep), Hannover (David Babalola), aus Frankfurt am Main (Susanne Anders), Darmstadt (Joana Landsberg), Homburg (Thomas Scherer), Dillingen (Nadine Willschrey) und Saarbrücken (Katharina Stenger) nach St. Ingbert. Zahlreiche Mitglieder der Theatergruppe „Die Musenbolde“ vervollständigten das Ensemble.

Freitag war erster Drehtag. Beim Betreten der Ludwigschule lungerten im Erdgeschoss zahlreiche Protagonisten auf Decken, Schlafsäcken und Ähnlichem herum und warteten auf Einlass in das Arbeitsvermittlungsbüro, um einen Job zu bekommen. Zusammen mit dem Kameramann Alexander Reichert und dem diesmal als Beleuchter und Tontechniker agierenden Peter Michaely besprach Jörn Michaely die Gehwege und Einstellungen; mit den Schauspielern die für die Szene erforderliche Körpersprache.

„Kamera läuft“

Dabei unterstützten ihn die künstlerische Leiterin Melanie Wagner und der technische Leiter Daniel Roschy. Die Anweisung „Ruhe bitte!“ war selten notwendig. „Kamera?“ – „Läuft!“ – „Szene 7, Take 3 – Und bitte!“ Der Protagonist passiert eine Reihe Wartender in weißen Hemden. Das Mikrofon folgt den Schritten. Aufmerksam verfolgt der Regisseur auf einem Monitor das Geschehen. „Danke! Noch einmal, bitte mit etwas mehr Tempo, und den Blick erst später nach rechts wenden.“ Bildkorrektur durch den Kameramann. Tonüberprüfung. So geht es von Drehort zu Drehort und Aufnahmen im Gegenschnitt über drei Tage.

Im Catering-Raum kommt es in den Drehpausen zum regen Gedankenaustausch. Die Stimmung ist trotz der hohen Anforderung beim Drehen entspannt.

Beim abendlichen Sichten des Materials ist der Regisseur mit den Aufnahmen zufrieden. Als nächster Kraftakt steht das Schneiden und Vertonen an. Die Musik stammt, extra für den Film geschrieben, aus der Feder von Konstantin Funk. Uraufführung des zwölfminütigen Films „Weißer Kragen“ wird am Samstag, 15. September, in der Kinowerkstatt in St. Ingbert sein. red

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