A1 Saarbrücken Richtung Trier Zwischen AS Nonnweiler-Primstal und AS Nonnweiler-Braunshausen Unfallaufnahme, Gefahr, Richtungsfahrbahn gesperrt (11:49)

A1

Priorität: Dringend

1°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
1°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Junge Politiker kämpfen um Einfluss



Zumindest die Jugendorganisationen der Parteien sind dafür verantwortlich. Doch bereits jetzt ist es für sie nicht immer leicht, sich Gehör bei den großen Parteien zu verschaffen.

Sebastian Haase (18, Foto links) aus Wadern kennt das Problem. Der Schüler des Hochwaldgymnasiums ist im Ortsverein Wadern-Steinberg der Jungen Union (JU), der Jugendorganisation der CDU, aktiv. Sebastian: „Wenn es um die Belange von Kindern und Jugendlichen geht und wir etwas organisieren, bekommen wir von der CDU jede Unterstützung.“ Aber bei anderen Themen wünscht sich der Nachwuchspolitiker mehr Einfluss. Sebastian: „Wenn es etwa um die Bildungspolitik geht, dann hätte ich gerne eine Stimme mehr. Dann werden wir von unserer Partei nicht richtig gehört. Obwohl wir auf diesem Gebiet Experten sind.“

Von links nach rechts: Sebastian Haase (18, Junge Union), Sebastian Thul (27, Junge Sozialisten) und Sebastian Greiber (28, Junge Liberale).
Montage: SOL.DE Sebastian Greiber (28, Foto rechts) von den Jungen Liberalen (Julis), der Jugendorganisation der FDP, kennt das Gefühl gut. Greiber: „Klar kriegt man von der älteren Generation oft gesagt: Der ist noch so jung und unerfahren.“ Aber er hat einen Rat an seine jungen Kollegen. Greiber: „Man muss permanent dran bleiben und einen langen Atem haben. Dann kann man sich auch durchsetzen.“ Auch wenn das lange dauert.

Auch bei den Jungen Sozialisten (Jusos), der SPD-Jugendorganisation, ist die Macht etwas geschrumpft. Saar- Juso -Chef Sebastian Thul (27, Foto Mitte): „In den 60er- und 70er-Jahren hatten die Jusos allein durch ihre Masse natürlich viel mehr Einfluss auf die Parteipolitik. Das ist heute schon anders. Unter anderem merken wir das bei den Stimmrechten auf großen Konferenzen.“ Denn um sich Gehör zu verschaffen, brauchen die Jugendorganisationen der Parteien vor allem eines: viele aktive Mitglieder. Doch die zu bekommen, ist nicht leicht. Sebastian Greiber: „Es gibt Themen, die junge Leute interessieren, aber jemanden langfristig zu binden, ist schwierig. Das ist ein gesellschaftliches Problem, zeigt sich aber besonders bei jungen Leuten.“
Dörte Grabbert

Mitdiskutieren im Redaktions-Blog


:: Unser Bundesland muss um die jungen Saarländer kämpfen


Mehr aus der Serie "Junges Saarland Altes Saarland"


:: Junge Saarländer wollen Kinder und Job

:: Neunkirchen verliert die meisten Einwohner
Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein