Saarland / Luxemburg: Landesgrenze BAB 8 (D) / A 13 (Lux.), Tunnel Markusbierg in Luxemburg ist wegen Feuerübung bis zum Ende des 21.10.17 gesperrt, Verkehr wird an der AS Schengen abgeleitet. (20.10.2017, 23:07)

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Junge Saarländer wollen Kinder und Job


Heidrun Möller (63, SPD), Vorsitzende der Enquetekommission Demographischer Wandel im Saar-Landtag: „1,2 Kinder pro Frau im Saarland – damit liegen wir unter dem Bundesdurchschnitt.“ Der liegt bei 1,4 Kindern pro Frau. Und ein Grund dafür, warum junge Frauen weniger Kinder bekommen, ist die Angst, Familie und Beruf nicht unter einen Hut zu bekommen. Auch junge Saarländer machen sich genau darum Gedanken. So ist etwa für Nathalie Bungert.(14) aus Neunkirchen schon jetzt klar, dass sie Beruf und Kinder will. Nathalie: „Meine Arbeit soll mir Spaß machen. Und die Familie zu unterhalten, das geht nur, wenn beide arbeiten.“

:: So funktioniert Familienfreundlichkeit in Saar-Gemeinden

Auch Nina Krause (17) aus Utweiler will beides. Nina: „Ich kann mir zwar vorstellen, mit den Kindern für einige Jahre zu Hause zu bleiben.“ Aber etwas anderes würde Nina eher passen: „Wenn der Mann eine Weile zu Hause bleibt, dass wäre natürlich das Optimale.“ Für Adrian Rösner (17) aus Saarbrücken wäre das kein Problem. Adrian: „Die meisten denken, dass die Frau zu Hause mit den Kindern bleibt und der Mann das Geld nach Hause bringt. Das finde ich primitiv und nicht mehr zeitgemäß.“

:: Mehr Infos und Diskussion: www.20cent-blog.de

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An dem Willen der jungen Leute liegt es also nicht, dass so wenig Kinder geboren werden. Die Strukturen müssen aber auch stimmen. Georg Brenner, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer des Saarlandes: „Ein Problem sind die Rahmenbedingungen. Wenn etwa ein Kindergarten schon um 13.Uhr schließt und die Eltern deshalb nicht flexibel auf anstehende Arbeit reagieren können. “

:: www.kirkel.de

::  www.illingen2030.de


Tatsächlich sind nach Angaben des Saar-Familienministeriums nur 5680 der 27.200 Kindergartenplätze im Saarland Ganztagsplätze. Noch schlechter steht es um das Angebot für Kinder unter drei Jahren. Nur für 11,5 Prozent von ihnen gibt es derzeit einen Krippenplatz. Doch das soll sich ändern. Ministerpräsident Peter Müller (53, CDU) kündigte an, die Zahl der Krippenplätze werden bis zum Jahr 2013 von derzeit 2600 auf 7500 verdreifacht.
Dörte Grabbert 
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