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Junges Saarbrücker Software-Unternehmen plant europaweites Netzwerk

Saarbrücken. Der Firmenname ist zugleich Programm: Netfutura, Netz der Zukunft, so heißt ein junges Saarbrücker Software-Unternehmen. Das World Wide Web, also schlicht das Internet, bietet immer noch viele Möglichkeiten bisher nicht gekannter Nutzung. Netfutura plant mit einer ausgefallenen Idee ein europaweites Netzwerk für die Nutzung lizenzkostenfreier Software. Das saarländische IT-Unternehmen mit Sitz im Expomedia-Gebäude auf den Saarbrücker Saarterrassen wurde jüngst als einer der Gewinner des renommierten Businessplanwettbewerbs 1,2,3 GO der Industrie- und Handelskammern der Großregion Saar-Lor-Lux/Wallonie ausgezeichnet.

Gründer von Netfutura sind die beiden saarländischen Informatiker Thomas Mück (41) und Stefan Gruber (39). Sie versprechen sich von ihrem neuen Ansatz viel: „Unsere zukünftigen Partner können ihren eigenen Kunden vielseitige Software-Systeme zur lizenzkostenfreien Nutzung zur Verfügung stellen.“ Dabei geht es um komplexe Anwendungen im Bereich Informations- und Dokumenten-Management. Mit „SAP für die Kleineren“ bezeichnet die Netfutura gerne scherzhaft den hauseigenen ProMaTo-Software-Baukasten: „Damit können wir unseren Kunden fast jeden Wunsch erfüllen“, so Thomas Mück.

Mit der Gründung der Netfutura S.à.r.l. im südluxemburgischen Esch-sur-Alzette wurde außerdem der erste Schritt in eine internationale Ausrichtung vollzogen. Die Vision des Netfutura-Netzwerks greift den zunehmenden Trend zu freier Software auf. „Immer weniger Unternehmen sind bereit, Lizenzkosten zu tragen. Umgekehrt wollen viele Firmen nicht von einer Open-Source-Community oder von einzelnen Dienstleistern abhängig sein und wünschen sich professionelle Unterstützung für ihre Software. Genau hier liegt der große Vorteil unseres Modells“, erklärt Mück.

Das Team der Netfutura besteht zurzeit aus 15 Personen, darunter vier Auszubildende aus den Bereichen Fachinformatik, Mediengestaltung und Marketing. Die Netfutura betreut bereits seit einigen Jahren Kunden aus dem nationalen und internationalen Umfeld: Neben der Saar-LB und Becker Mining Systems greifen beispielsweise auch die DKG (Deutsche Krankenhausgesellschaft), Vestel Germany (Unterhaltungselektronik) und das Luxemburger Architekturbüro Schemel-Wirtz auf die Technologie von Netfutura zurück. Im Auftrag der Deutsche Krankenhaus Trust-Center und Informationsverarbeitung (DKTIG), ging kürzlich das unter der Leitung von Stefan Gruber entwickelte „Deutschen Krankenhaus-Verzeichnis (DKV)“ – eine bundesweite Suchmaschine für Krankenhäuser – in die zweite Phase. Stefan Gruber: „Damit kann sich ein Patient das für ihn beste Krankenhaus selbst heraussuchen.“

Mit neuen Forschungsvorhaben sind Thomas Mück und Stefan Gruber aktuell daran, die ProMaTo-Systeme am Markt bekannt zu machen. Die Einführung solcher Projekte kostet aber zunächst Zeit und damit Geld. Bisher wurde alles aus eigener Kraft gestemmt. Um den Aufbau zu beschleunigen, planen die beiden Unternehmer zusätzlich die Einbindung von Beteiligungskapital.

Auf einen Blick

Für Jung-Unternehmer gibt es zahlreiche Anlaufstellen im Saarland, wo sie mit Rat und Tat professionell unterstützt werden. Hier wichtige Webseiten: www.saarland.ihk.de, www.hwk-saarland.de, www.business-angels-saarland.de, www.123go-networking.org, www.sog.saarland.de, www.uni-saarland.de (Starterzentrum, Kontaktstelle für Wissens- und Technologietransfer (KWT), www.arbeitsagentur.de (Existenzgründung, Gründungszuschuss). ur

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