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Jungs gequält: Drei Jahre Knast für 2 Saarländer

Weil sie zwei 14-Jährige brutal misshandelt und ausgeraubt haben, müssen  zwei vorbestrafte Männer für je drei Jahre hinter Gitter

Weil sie zwei 14-Jährige brutal misshandelt und ausgeraubt haben, müssen zwei vorbestrafte Männer für je drei Jahre hinter Gitter

Saarbrücken. Es hat viel Schnee gegebenim Dezember vergangenen Jahres. Zwei Jungen, beide gerade 14 Jahre alt, warfen Schneebälle vom Parkdeck der Saarbrücker Europagalerie. Sie trafen zwei Männer unten auf der Straße. Diese beschlossen, die Schneeballwerfer zur Rede zu stellen und eilten auf das oberste Parkdeck. Doch daraus wurden gefährliche Körperverletzung und schwerer Raub. Jetzt hat die Große Strafkammer des Landgerichts Saarbrücken das Urteil gesprochen. Die Täter kommen für drei Jahre hinter Gitter – ein 30-Jähriger in eine geschlossene Entziehungsanstalt und ein 27-Jähriger ins Gefängnis.



Täglich zwei Gramm Heroin, Wodka und Kokain

Beide Täter sind vorbestraft und standen zur Tatzeit unter Bewährung. Beide haben Probleme, die mit ihrem Drogenkonsum zusammenhängen. Einer soll täglich zwei Gramm Heroin, zwei Flaschen Wodka und zusätzlich Kokain konsumiert haben. Dennoch konnte ihnen die Sachverständige vom Institut für Gerichtliche Psychologie und Psychiatrie der Universität Homburg keine erhebliche Beeinträchtigung der Schuldfähigkeit attestieren. Die Täter hätten zielgerichtet gehandelt.

Der jüngere Mann drohte den beiden Jungen mit einem geöffneten Klappmesser. Als er sah, dass er einen schwächlichen Jungen vor sich hatte, steckte er es weg. Der zweite Täter griff den noch kleineren Jugendlichen an und misshandelte ihn schwer. Er trat dem am Boden liegenden Jungen am Ende auf den Kopf. Die Opfer mussten die Hosentaschen leeren. Die Beute war gering oder für die Räuber wertlos: acht Euro, zwei Schlüsselbunde, ein Schülerausweis und dergleichen.

Mit großer Brutalität vorgegangen

Einen minderschweren Fall wollten die Richter den Angeklagten nicht zubilligen. Beide standen wegen ihrer Vorstrafen unter laufender Bewährung. Zudem seien die Täter mit großer Brutalität vorgegangen. Das Urteil kam nach einer Verständigung im Strafprozess (Geständnis gegen Milde) zustande und ist noch nicht rechtskräftig. jht

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