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KSV käpft am Sonntag gegen Mömbris

Köllerbach. Rein sportlich betrachtet, gab es schon weitaus bessere Jahre für Ringer Jan Fischer. Nach dem dritten Platz bei der Europameisterschaft in Baku/Aserbaidschan durchlebte der Köllerbacher in der Liga ein Formtief und musste sich bei seiner Niederlage zum Saisonauftakt sogar Pfiffe der eigenen Fans anhören. Keine einfache Situation für den 24-Jährigen, der auch bei der WM hinter den Erwartungen zurückblieb und im Achtelfinale ausschied.

Am Sonntag steht er mit dem KSV Köllerbach im Halbfinale der Ringer-Bundesliga – und präsentiert sich pünktlich zum Saisonfinale wieder in gewohnter Stärke. „Ich bin zwar noch nicht bei 100 Prozent angelangt, habe aber wieder ein gutes Level erreicht“, sagt Fischer, der momentan bei der Polizei ein duales Studium absolviert. Auch wenn sein Leistungstief für viele unerwartet kam, im Rückblick liefert er dafür eine schlüssige Erklärung: „Ich habe mir in den vergangenen Jahren fast keine längere Pause gegönnt. Irgendwann macht der Körper das nicht mehr mit. Es war klar, dass so etwas früher oder später passieren würde. Die Situation war auch für mich enttäuschend, ganz unerwartet kam sie aber nicht. Allerdings wusste ich immer, dass es wieder aufwärts gehen würde.“

Fischer kann nachvollziehen, dass die Fans unzufrieden waren, aber auch an einem Leistungssportler prallen Unmutsäußerungen nicht einfach so ab. „Ich habe das nicht unbedingt persönlich genommen, zumal die Fans in der Halle ein Recht darauf haben, gute Kämpfe zu sehen. Es wird jedoch leider schnell vergessen, was man in der Vergangenheit für den Verein geleistet hat. Allein in dieser Runde habe ich mehr Kämpfe verloren als in den vier Jahren zuvor, das war nicht leicht zu verdauen.“

Mittlerweile ist diese Phase abgehakt, und Jan Fischer richtet den Fokus ganz auf das Duell gegen die RWG Mömbris-Königshofen. Seinen Gegner im Halbfinale, den Schweden Jim Pettersson, konnte er in der Vorrunde einmal besiegen, einmal kassierte er eine Niederlage. „Es wird auf die Tagesform ankommen“, weiß Fischer. Den Ausfall von Kapitän Konstantin Schneider bedauert er natürlich, setzt aber auf die Stärke der Mannschaft, die in diesem Jahr schon mit anderen Rückschlägen zurecht kam.

Dass Fischer selbst Verantwortung übernehmen kann, hat er des Öfteren bewiesen. Und mit seiner Erfahrung – Fischer wurde mit dem KSV bereits drei Mal deutscher Meister – ist er für das Team im Kampf um die Meisterschaft eine wichtige Stütze. In der Rolle des Ersatzkapitäns sieht sich Jan Fischer dennoch nicht. „Moral und Einstellung stimmen bei uns, das zeichnet uns aus. Es ist sehr wichtig, dass man sich gegenseitig unterstützt, aber letzten Endes muss auf der Matte jeder seine Leistung alleine bringen.“

Abgesehen von der Meisterschaft stehen für das Köllerbacher Urgestein im kommenden Jahr zwei sportliche Ziele im Vordergrund. „Vorrang hat die WM in Istanbul, bei der ich mich unbedingt für die Olympischen Spiele qualifizieren möchte. Und auch bei der EM in Dortmund würde ich gerne eine Medaille holen. Aber jetzt dreht sich alles um Mömbris. Das wird ein Duell auf Augenhöhe, bei dem wir unsere Chance nutzen wollen.“ 
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