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Kabeldiebstähle boomen im Saarland: Polizei registrierte bisher 292 Straftaten

Saarbrücken. Saarländischen Firmen wird immer öfter Metall gestohlen. Wie die saarländische Landespolizeidirektion der Saarbrücker Zeitung mitteilte, wurden dieses Jahr bis zum 31. August mit 292 Diebstählen schon mehr Straftaten gezählt als im Jahr 2009, in dem landesweit 243 Delikte registriert worden sind. Laut Polizei beläuft sich der Wert der Metalldiebstähle im laufenden Jahr auf rund 771.000 Euro. Im Vorjahr stahlen die Diebe Metall im Wert von rund 545.000 Euro.

Als der „absolute Renner“ bei den Ganoven gelte Kupferkabel, sagt Polizeioberkommissar der Landespolizeidirektion (LPD), Clemens Gergen. Grund für die begehrten Objekte sei der binnen Monaten gestiegene Marktpreis für Kupfer. Nicht nur Einzeltäter hätten es auf das wertvolle Metall abgesehen, sondern auch länderübergreifend operierende Banden, so Gergen.

Offenbar war auch mehrere Täter am Werk, als im August in der „Martin Luck Metallgießerei“ in Saarbrücken eingebrochen und Metall gestohlen wurde. Mehrere „Paletten mit unverarbeitetem Bronze in Barrenform von beträchtlichem Wert“ transportierte die Diebesbande per firmeneigenem Hubwagen aus der Lagerhalle des metallverarbeitenden Betriebes ab, sagt die Geschäftsführerin der Gießerei, Ursula Kilburg. Über ein an das Betriebsgelände angrenzendes Grundstück verschafften sich die Täter Zutritt, indem sie einen Bauzaun zerschnitten und dann über eine zwei Meter hohe Mauer kletterten. Von dem benachbarten Grundstück aus organisierten die Gauner den Abtransport des Diebesguts – offenbar mit einem kleinen Lkw.



Oftmals spionierten die Diebe bereits im Vorhinein Unternehmen und Firmenlager aus, erklärt LPD-Pressesprecher Georg Himbert. Daher appelliert die saarländische Polizei unter anderem an Mitarbeiter im Baugewerbe, von metallverarbeitenden Betrieben und Gießereien, auf verdächtige Personen und Fahrzeuge zu „ungewöhnlichen Tages- und Nachtzeiten“ zu achten.

Der Arbeitgeberverband der Bauwirtschaft des Saarlandes (AGV Bau Saar) mit 800 Mitgliedsfirmen des Bau- und Ausbaugewerbes berate seine Firmen in Rechtsfragen, etwa nach Diebstählen, aber auch dazu, wie man Einbrüchen vorbeugen kann, teilte eine Sprecherin auf SZ-Anfrage mit. Zudem mache der AGV Bau Saar auf das seit längerer Zeit bekannte „Problem der Kabeldiebstähle“ in Rundschreiben, persönlichen Gesprächen und bei internen Veranstaltungen aufmerksam.
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