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Kaiserslautern im Fußballfieber

Kaiserslautern. Mehr als drei Jahre nach dem Abstieg des 1. FC Kaiserslautern aus der Bundesliga hat die Pfalz wieder das Fußballfieber gepackt. „Wir haben Pauli und Duisburg weggehauen, jetzt freuen wir uns auf Leverkusen im Pokal und dann auf Karlsruhe“, sagt Flügelflitzer Sidney Sam. Nach dem 2:1 im Zweitliga-Spitzenspiel am Sonntag beim FC St. Pauli sollen nun am Mittwoch (20.30 Uhr) Bayer Leverkusen in der 2. Runde des DFB-Pokals und der KSC am Samstag im Südwest-Derby die neue Stärke des Traditionsclubs zu spüren bekommen.

Das Wort „Aufstieg“ nimmt beim FCK noch niemand in den Mund. Angesichts des bescheidenen 8-Millionen-Euro-Etats war das Saisonziel mit „Vorne mitspielen“ vornehm umschrieben worden. Nun liegt das Team von Coach Marco Kurz - wie Leverkusen eine Klasse weiter oben - nach sechs Spielen mit vier Siegen und 14 Punkten auf Tabellenrang zwei. „Der Sieg gibt uns einen unglaublichen Rückenwind“, meinte Kurz.

Vor zwei Jahren stand der deutsche Meister von 1998 noch vor der Pleite, bis heute ist die finanzielle Lage angespannt. So sind die 200 000 Euro TV-Geld und die Zuschauereinnahmen am Mittwoch höchst willkommen. Der Einzug ins Achtelfinale würde mindestens eine weitere halbe Million in die Kasse spülen. 27 000 Karten waren schon vor dem Sieg in Hamburg verkauft, der FCK rechnet mit weit über 35 000 Fans im Fritz-Walter-Stadion (48 000 Plätze): Der „Betze“ soll endlich wieder beben. Kurz: „Wir brauchen die Zuschauerwand hinter uns, wenn wir gewinnen wollen. Für uns ist das ein absolutes Bonus-Spiel. Wir werden am Mittwoch giftig sein, versuchen das Spiel zu gewinnen und das Unmögliche möglich zu machen.“

Unter seinem Vorgänger Milan Sasic, von dessen rüdem Umgangston Spieler und Verantwortliche irgendwann genug hatten, spielte Lautern schon im Vorjahr lange oben mit, wurde aber nur Siebter. Diesmal will man einen längeren Atem haben. Nach dem Top-Start strotzen die Profis vor Selbstvertrauen. „Wenn Lautern eins kann, dann perfekt kontern“, sagte St. Paulis Mittelfeldmann Fabian Boll. FCK-Linksverteidiger Alexander Bugera ist sich sicher. „Wir haben die beste Abwehr der Liga.“ Die kann sich jetzt gegen Stefan Kießling & Co. beweisen.
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