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Kampfhund-Mischling aus Tierheim gestohlen

Seit Bernard weg ist, kennt ihn jeder. Die Polizei , das Ordnungsamt, Tierärzte, das Haustierregister Tasso – und tausende Nutzer des sozialen Netzwerkes Facebook . Mit dieser Öffentlichkeits-Offensive versucht das Zweibrücker Tierheim, den American-Staffordshire-Terrier-Mischling wiederzubekommen. Er wurde zwischen Montagabend und Dienstagmorgen aus dem Tierheim gestohlen. Der Täter kam, wie die Polizei berichtet, über den Hintereingang ins Tierheim, wo er ein Schloss aufbrach und an einer weiteren Tür den Zaun zerschnitt. Er wusste offenbar auch genau, wonach er sucht, sagt Margret Anna, Vorsitzende des Tierschutzvereins Zweibrücken Stadt & Land e. V., der das Tierheim betreibt: Nur am Zwinger von Bernard machte er sich zu schaffen, „alles andere ist in Ruhe gelassen“. Angst musste der Hundedieb vor Bernard nicht haben, sagt Anna. Er habe zwar mit anderen Tieren seine Probleme, mit Menschen komme der eineinhalbjährige gechipte Fundhund, der bereits seit zehn Monaten im Ernstweiler Tierheim gelebt hatte, jedoch gut klar.

Wer der Täter sein könnte, weiß bisher noch niemand. Beim Tierschutzverein vermutet man, dass es mit seiner Rasse zu tun hat: American-Staffordshire-Terrier sind in Rheinland-Pfalz so genannte gefährliche Hunde, im Volksmund Kampfhund genannt. Wer sie halten will, braucht eine Erlaubnis vom Ordnungsamt (siehe Infokasten). Das gilt in der Regel auch für Mischlingshunde, sagt Heinz Braun, Sprecher der Stadt Zweibrücken . Möglich, dass ein skrupelloser Kampfhund-Fan sich ein solches Tier besorgen wollte, ohne die Hürden für die Erlaubnis erfüllen zu müssen. „Wir haben überlegt, ob es da abgelehnte Interessenten gab“, sagt Nadine Bender, Schriftführerin des Tierschutzvereins. Allerdings ohne Erfolg. Auch, dass der frühere Eigentümer etwas mit dem Diebstahl zu tun haben könnte, glaubt sie nicht. Es sei denkbar, dass sich der Täter das Tierheim zuvor getarnt als normaler Besucher angeschaut und dabei sein Zielobjekt festgelegt habe.

Als Konsequenz aus dem Hundediebstahl „werden wir uns sicherungstechnisch was überlegen“ im Tierheim, kündigt Bender an. Auch, wenn Bernard der einzige Listenhund war.

Nadine Bender hofft, „dass der Täter durch das wilde Verteilen der Infos in Facebook kalte Füße bekommt“ und das Tier zurückbringt. In Köln sei das nach einem Hundediebstahl so gewesen: Ein paar Tage nach dem Diebstahl sei das Tier in einem anderen Tierheim wieder aufgetaucht.

Aus anderem Grunde gut aus ging vor mehreren Jahren der einzige Tierdiebstahl, an den sich Margret Anna erinnern kann: Der Langfinger hatte seinen Ausweis auf dem Parkplatz verloren und konnte so schnell dingfest gemacht werden.

Hinweise an die Polizeiinspektion Zweibrücken , Telefon (0 63 32) 97 60, und ans Tierheim, Telefon (01 72) 6 52 23 42 oder (0 63 32) 7 64 60.
  Zum Thema:
Als gefährliche Hunde (Listenhunde) gelten in Rheinland-Pfalz nach dem Landeshundegesetz Pit Bull Terrier, Staffordshire Bullterrier und American Staffordshire Terrier. Wer sie halten will, braucht dafür eine Erlaubnis, für deren Erteilung in Zweibrücken das Ordnungsamt zuständig ist. Man muss ein berechtigtes Interesse an der Haltung eines gefährlichen Hundes nachweisen, die erforderliche Sachkunde besitzen, zuverlässig sein und mindestens 18 Jahre alt sein. Das Gesetz gilt auch für Hunde, die sich als bissig erwiesen haben, die „durch Ihr Verhalten gezeigt haben, dass sie Wild oder Vieh hetzen oder reißen“, „in aggressiver oder Gefahr drohender Weise Menschen angesprungen haben“ und Hunde, die „eine über das natürliche Maß hinausgehende Kampfbereitschaft, Angriffslust, Schärfe oder andere in ihrer Wirkung vergleichbare Eigenschaft entwickelt haben“.jamadd.rlp.de
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