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Kappler weint ums Olympia-Ticket



Sie bereitet sich auf ihren Wettkampf vor. Kappler will nachher Deutsche Meisterin werden. Da reißt die Achillessehne im rechten Fuß. Kappler sitzt auf dem Aufwärmplatz beim Nürnberger Stadion und weint bitterlich, nicht nur wegen der Schmerzen im Fuß. Kappler weiß auch: Die Olympischen Spiele in Peking (8. bis 24. August) werden ohne sie stattfinden.

Dabei hatte Deutschlands einzige Weltklasse-Weitspringerin ihre Nominierung schon in der Tasche. Doch die ist nun Schall und Rauch. Der Teamarzt des Deutschen Leichathletikverbands (DLV), Uwe Wegener, bestätigt, "direkt am Ansatz“ sei die Sehne gerissen. Sie sei wohl morsch gewesen. In den vergangenen Tagen hatte Kappler mit einem entzündeten Schleimbeutel am Ansatz der Sehne zu kämpfen. Noch am Freitag hatte sie gegenüber der Saarbrücker Zeitung gesagt: "Eigentlich bräuchte mein Fuß ein paar Tage Pause. Aber bis auf diese zwei Quadratzentimeter bin ich gut in Schuss.“

Diese zwei Quadratzentimeter scheinen jetzt wohl der Auslöser für die Verletzung gewesen zu sein. Nach der Erst-Versorgung in Nürnberg kehrte Kappler noch gestern ins Saarland zurück. Heute soll sie in Bremerhaven untersucht und operiert werden.

Bedeutet diese schwere Verletzung das Karriereende der Sportlerin, die am 8. August, dem Tag der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele, ihren 31. Geburtstag feiert? Frank Krämer, Verbandsarzt des Saarländischen Leichtathletik-Bundes (SLB) und seit Jahren Kapplers Orthopäde: "Darüber kann man erst dann eine Aussage machen, wenn die Operation vorbei ist.“ Grundsätzlich sei es aber ohne weiteres möglich, bei einem guten Verlauf nach einem halben Jahr wieder mit dem Training beginnen zu können.

Bei der Weltmeisterschaft 2009 in Berlin wird Bianca Kappler also vielleicht wieder an den Start gehen können. Ihr Traum einer letzten Olympia-Teilnahme ist aber wohl für immer zerplatzt.
szn/Caroline Biehl 
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