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Karlsberg setzt auf Ertragsstärke: Gewinn der saarländischen Brauerei steigt trotz sinkender Umsätze

Der Karlsberg Brauerei ist es gelungen, im vergangenen Jahr trotz rückläufiger Umsätze ihr Ergebnis zu steigern. Das teilte das Unternehmen gestern auf der Bilanzpressekonferenz in Homburg mit. Der Umsatz des Unternehmens ist um 4,6 Millionen Euro auf 166,3 Millionen Euro gesunken – ein Rückgang von 2,7 Prozent. Karlsberg-Finanzchef Ralph Breuling begründet das unter anderem mit dem Rückzug aus den Handelsmarken zweier großer Unternehmen. „In diesem Bereich sind die Konditionen so stark gesunken, dass sie für uns nicht mehr attraktiv sind“, sagte auch Konzern-Chef Christian Weber . Auch der Umsatzrückgang im Exportgeschäft um 1,9 Prozent resultiere vor allem aus der Aufgabe des margenschwachen Discount-Geschäfts in Italien. Für dieses Jahr erwartet Karlsberg wieder positive Impulse – unter anderem wegen der Fußball-Europameisterschaft und des 500-Jahre-Jubiläums des Reinheitsgebots.

Trotz gesunkener Erlöse konnte die Brauerei ihr Ergebnis steigern. Vor Zinsen und Steuern (Ebit) konnte Karlsberg ein Ergebnis von 8,3 Millionen Euro erzielen – nach 8,1 Millionen Euro im Vorjahr. Damit ist das Unternehmen weiter auf dem Weg der Ergebnisverbesserung – 2012 lag das Ebit noch bei 5,3 Millionen Euro. „Für uns zählt Ertrag, nicht Menge“, sagte Christian Weber mit Blick auf das laufende Jahr.

Zusätzliche Erträge erhofft sich Karlsberg nicht nur aus eigenen Neuheiten, sondern auch aus der Kooperation mit Partnerbrauereien. Bei den eigenen Innovationen wächst vor allem das alkoholfreie Segment. Die Gründels-Linie habe im vergangenen Jahr rund 1,3 Prozent zugelegt – wobei besonders die Neuheit Gründels Radler mit einem Plus von 39 Prozent und einem Anteil von 14 Prozent am Gründels-Absatz hervorragend gelaufen ist. Auch Gründels-Fresh sei leicht gewachsen, sagt Weber. Das klassische Gründels alkoholfrei habe dagegen verloren. Neuen Schub in diesem Segment soll ein Gründels Malzbier bringen. Bei dem Mischbier Mixery wiederum erweitert ein Mate-Wodka-Mix das Portfolio.

Wachstum erhofft sich Weber aber auch aus Getränken anderer Brauereien , die Karlsberg schrittweise in das Programm aufnimmt, unter anderem eine gebraute Ingwer-Limonade, Tee-Getränke und Kult-Biere aus Italien oder Spanien.

Investoren, die bei Karlsberg 2012 die Anleihe über 30 Millionen Euro gezeichnet haben, müssen sich auf eine frühzeitige Rückzahlung einstellen. Finanzchef Breuling kündigte gestern an, die Anleihe möglicherweise durch eine neue Anleihe abzulösen. Auf diese Weise will das Unternehmen von den gesunkenen Kreditzinsen profitieren. Die bisherige Anleihe, die eigentlich bis 2017 läuft, ist mit 7,375 Prozent vergleichsweise hoch verzinst.
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