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Karlsbrunner Ortsrat will kein Bordell auf früherer Grube Warndt

Einigkeit herrschte unter den Mitgliedern des Karlsbrunner Ortsrates, die am Mittwoch zu einer öffentlichen Sitzung in der Turnhalle zusammengekommen waren. Alle Entscheidungen fielen einstimmig, so die Teiländerung des Bebauungsplanes Nr. „Ehemalige Tagesanlage Warndt II“.

Das Karlsbrunner Feld (GE12) wird aus wirtschaftlichen Gründen aus dem Bebauungsplan herausgenommen. Die für diesen Bereich vorgesehenen Lärmkontingente (diese legen die maximale Lärmbelastung eines Gebietes fest) sollen nun dem Areal GE11 zugute kommen. Damit will man die Vermarktungsmöglichkeiten verbessern. Ortsvorsteherin Petra Fretter ( CDU ) erinnerte die Mitglieder noch einmal daran, dass sich der Ortsrat im Juni für die Zulassung einer Vergnügungsstätte (Eventhalle) auf dem Areal, aber gegen die Ansiedlung von Bordellen und Spielhallen ausgesprochen habe. Im Rahmen der Offenlegung des Planentwurfs seien keine Stellungnahmen von Seiten der Bürger eingegangen, teilte Fretter mit. Der Ortsrat empfahl dem Gemeinderat einstimmig, den Bebauungsplan als Satzung zu beschließen.

In Sachen Sanierung der Karlsbrunner Turnhalle berichtete Bürgermeister Jörg Dreistadt ( SPD ) von der Analyse der Dachkonstruktion und aufgetretenen Problemen. So habe das Dach schon beim Bau nicht den damals geltenden Vorschriften entsprochen, was unter anderem dazu führe, dass die Statik weit unter den Regelwerten liege. Im Gespräch mit der Unteren Bauaufsichtsbehörde erfuhr Dreistadt, dass ein neuer Bauantrag für die Turnhalle gestellt werden müsse, da der Umbau sehr aufwendig sei. Aktuell wartet der Bürgermeister auf die Ermittlung der zu erwartenden Kosten.

Neben Dreistadt waren Philipp Klapper und Christoph Kiefer vom Saarforst-Landesbetrieb auf der Sitzung anwesend. Denn auf der Tagesordnung standen auch die notwendigen Baumfällarbeiten am Jagdschloss. Als Experte für die Stand- und Verkehrssicherheit von Bäumen erläuterte Kiefer den Ortsratsmitgliedern die von der Linde im Zufahrtsbereich des Schlosses und vom Tulpenbaum im Forstgarten ausgehende Gefahr. Daher sei es unumgänglich, die beiden Bäume zu fällen. Es werde jedoch Nachpflanzungen geben, versprach Revierförster Philipp Klapper.

Als nächstes widmete man sich der Chemieplattform im französischen Carling. Auf Grund der massiven Geruchsbelästigungen sei der Aufbau eines Geruchsnetzwerkes geplant, informierte Petra Fretter. An acht Standorten im Warndt sollen Messstationen installiert werden, die mit Hilfe von Sensoren minütlich Gerüche aller Art erfassen. Daneben sind die Bewohner des Warndts dazu aufgerufen, mitzumachen und Geruchsdaten zu sammeln. Eine Gruppe von 53 Freiwilligen hat sich dafür gefunden. Durch die Aufzeichnung (die Testphase läuft von Mitte Oktober bis Mitte Februar) sollen Daten gesammelt und die neue Messtechnologie erprobt werden.

Auch der beliebte Spielplatz „In der Briggwies“ war Thema. Fretter berichtete von Beschwerden über Hundekot und Zigarettenkippen. Die Ortsvorsteherin schlug vor, die Gemeindeverwaltung mit dem Anbringen entsprechender Verbotsschilder zu beauftragen. Auch dies wurde einstimmig beschlossen.
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