A1 Trier Richtung Saarbrücken AS Holz Einfahrt gesperrt, Fahrbahnerneuerung am Tage, Dauer: 16.10.2017 07:36 Uhr bis 19.11.2017 07:36 Uhr, eine Umleitung ist eingerichtet (16.10.2017, 07:39)

A1

Priorität: Dringend

13°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
13°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Karstadt gerettet: Auch Saarbrückens Karstadt-Mitarbeiter feiern

Essen. Die rund 25 000 Karstadt-Beschäftigten in Deutschland und auch in Saarbrücken können aufatmen: Karstadt ist gerettet, die Zerschlagung von Karstadt ist abgewendet. Das Essener Amtsgericht hat den Insolvenzplan für die Karstadt-Rettung absegnet.

Nach monatelangem Ringen haben sich die Gläubiger mit dem Investor Berggruen geeinigt.

-Vermieter Highstreet bekam von seinen Gläubigern bereits am Donnerstag grünes Licht dafür. Allerdings hatten noch einige Unterschriften gefehlt. Sie seien inzwischen aber geleistet, teilte Highstreet am Freitag mit.

Investor Beggruen will die 120 Filialen und rund 25 000 Arbeitsplätze erhalten. Investieren will der 48 Jahre alte Finanzier, Sohn des legendären jüdischen Kunstsammlers Heinz Berggruen, 70 Millionen Euro eigenes Kapital, die Marke Karstadt soll verjüngt und modischer werden. Der Warenhauskette bliebe damit das Schicksal des Schwesterunternehmens Quelle erspart. Dem Versandhändler blieb vor fast einem Jahr nach gescheiterten Rettungsversuchen nur die Schließung.

Der Investor hatte den Kaufvertrag bereits Anfang Juni unter Vorbehalt unterschrieben, nachdem er als Sieger aus einem Bieterverfahren hervorgegangen war. Die Einigung zwischen Berggruen und Highstreet zog sich jedoch über Monate hin.


Doch auch mit Berggruens Einstieg steht Karstadt nach Einschätzung von Branchenkenners eine ungewisse Zukunft bevor. Das Kaufhaus-Konzept für Innenstädte gilt als überholt, für die gesamte Warenhaus-Branche rechnen Experten in den kommenden Jahren allenfalls mit einer Stagnation. Entscheidend dürfte daher Berggruens Maßnahmen zur Neuausrichtung der Kette sein.

In die Röhre guckt nach dem Berggruen-Einstieg dessen Mailänder Widersacher Maurizio Borletti. Der Warenhaus-Unternehmer, der selbst an Highstreet beteiligt ist, hatte bis zuletzt auf ein Scheitern der Verhandlungen gepokert. Er wollte Karstadt selbst übernehmen. Insolvenzverwalter Görg lehnte die Offerte jedoch ab, da Borletti seine Absicht zu spät kundgetan habe.

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein