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Kater Karlo führt die Nachbarschaft an der Nase herum

Der Graue, wie ihn die Familie Althoff nannte, hat in Wahrheit sein Zuhause in der Nachbarschaft. Foto: Althoff

Der Graue, wie ihn die Familie Althoff nannte, hat in Wahrheit sein Zuhause in der Nachbarschaft. Foto: Althoff

Kater Karlo führt ein geheimes Doppelleben. Zwei Jahre lang nutzt er die Gutmütigkeit seiner Besitzer und seiner Pflegefamilie schamlos aus. Ergaunert sich mehrere Mahlzeiten am Tag. Und sackt die doppelte Portion Streicheleinheiten ein. Doch jetzt sind seine Machenschaften aufgeflogen. Schuld daran: Monika und Jürgen Althoff. Die Eheleute aus St. Wendel gewähren dem vermeintlich streunenden Kater Unterschlupf. „Er geht hier ganz selbstverständlich ein und aus“, erzählte Jürgen Althoff. Schon oft hat er beobachtet, wie das Tier durch ein kleines Loch in den Keller kletterte, über das Futter des eigenen Katers herfiel und anschließend ein Nickerchen im Wohnzimmer hielt (wir berichteten). Mithilfe der Saarbrücker Zeitung machten sich die Eheleute Althoff schließlich auf die Suche nach den Besitzern. Mit Erfolg. Wenige Stunden nachdem der Artikel erschienen ist, meldet sich Jörg Volz. „Karlo gehört meinen Sohn Niklas“, sagt er, „wir wohnen zwei Häuser unterhalb der Althoffs.“

Schnell stellt sich heraus: Der Kater hat seine Lieben an der Nase herumgeführt. Familie Volz hatte keine Ahnung, was ihr Vierbeiner so treibt. „Karlo verlässt das Haus immer gegen 23 Uhr. Wir wussten nicht, dass er sich nachts durch die Nachbarschaft futtert“, berichtet Volz. Er setzt sich mit den Althoffs in Verbindung und klärt das Ehepaar über ihren gewitzten Besucher auf. Karlo gehört zur Rasse Britisch Kurzhaar. Er ist im Jahr 2009 geboren. Von Familienmitgliedern lässt er sich streicheln und bürsten. Gegenüber Fremden ist er eher scheu. Jörg Volz, der Inhaber des Café Balduin, hat seinem Kater solch ein hinterlistiges Spiel nicht zugetraut. „Wenn Karlo morgens zurückkommt, tut er so, als sei nichts gewesen. Er ist immer sehr hungrig und genießt erst mal sein Frühstück “, sagt er.

Als Volz erfahren hat, was für ein Schelm Karlo ist, recherchierte er weiter und entdeckte: Sein Kater hat sich neben den Althoffs noch weitere Pflegefamilien zugelegt. „Bei einem Nachbar macht er es sich oft vorm Fernseher gemütlich“, sagt Volz und lacht. Er wird seinem Vierbeiner kein Ausgehverbot erteilen. Habe aber eine Vereinbarung mit Familie Althoff getroffen: „Sie geben ihm ab sofort nicht mehr so viel Futter.“ Von dieser gemeinen Absprache ahnt Karlo noch nichts. Er weiß nicht, dass sein geheimes Doppelleben aufgeflogen ist. Und so quetschte sich der Kater laut SZ-Informationen auch vergangene Nacht wieder durch das Schlupfloch in den Keller der Familie Althoff. Schlich die Treppe hinauf. Schlug sich in der Küche den Magen voll. Und hielt ein Verdauungsschläfchen im Wohnzimmer . Ehe er sich heimlich aus dem Staub machte, um zu Hause sein Frühstück einzunehmen.

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