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Kaum Besucher beim Open-Air

Nachrichten aus der Region Homburg.

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Kirkel-Neuhäusel. Am Samstagabend (25.08.2012) schlugen wohl zwei Herzen in der Brust von Hans-Peter Schmitt, Kirkels erstem Beigeordneten. Seitens der Gemeindeverwaltung zuständig für den Bereich der Kultur, musste er als Initiator des Kirkeler Burg-Open-Airs eingestehen: Überragend gut besucht war die Veranstaltung bei ihrer zweiten Auflage nicht. Dies lag wohl am wechselhaften Wetter, mit Sicherheit aber nicht an der Uni-Bigband oder dem Quartett Robert, Du und ich, die den Abend musikalisch bestritten. Schlechtes Wetter hin, gute Musik her: Vor allem eines musste Schmitt feststellen: Bürger aus Kirkel-Neuhäusel selbst hatten sich nur wenige auf der Burg eingefunden. Sein Fazit nach Beginn der Veranstaltung: „Das Ganze ist bedingt geglückt. Ein Ziel haben wir angesichts der Tatsache, dass so wenige Kirkeler und deutlich mehr Gäste von außerhalb da sind: Letzteren haben wir die Kirkeler Burg näher gebracht. Und das in der Hoffnung, dass das Ambiente hier diesen Gästen von auswärts zusagt und sie bei weiteren Veranstaltungen hier auf der Burg wiederkommen.“

Auf die Frage, ob es einen nicht nerven müsse, wenn man mit der Kulturarbeit augenscheinlich die eigenen Bürger nicht erreiche, sagte Schmitt: „Genervt bin ich nicht, aber ein wenig Enttäuschung schwingt schon mit. Denn ich denke, wir  haben dieses zweite Burg- Open-Air umfassend beworben. Und wenn man dann sieht, dass die Resonanz aus der eigenen Bevölkerung so spärlich ist, dann ist das schon schade. Wir werden aber nach heute Abend auf keinen Fall das Fazit ‚Das war’s’ ziehen.“ Damit machte Schmitt klar: Es wird ein drittes Burg-Open-Air geben.

Denn Schmitt war sich sicher, dass der Wechsel im Programm von Open-Air zu Open- Air-Rock bei der Premiere, gestern Jazz und Bigband- Sound der richtige Weg sei. Wie könnte dann die dritte Auflage musikalisch gestaltet werden? Schmitt: „Mein dritter Wunsch wäre, allerdings muss ich mir das angesichts der Resonanz heute Abend wirklich überlegen, ein Klassik- Open-Air.“

Insgesamt betrachtet sei das Burg-Open-Air so oder so ein gutes Aushängeschild, so Schmitt, für eine eigentlich musikfreundliche Gemeinde. Gefragt, warum sich diese Musikfreundlichkeit nicht auch in einem regeren Interesse der Kirkeler selbst an Veranstaltungen wie dem Burg-Open- Air widerspiegeln würde, griff Hans-Peter Schmitt, wie schon Ortsvorsteher Patrick Ulrich in einem SZ-Interview vor einigen Tagen, die Struktur Kirkel- Neuhäusels auf: „Wir sind für ein Dorf zu groß und für eine Stadt zu klein.“ Dies bedinge für einen Zuzugsort wie Kirkel- Neuhäusel eine andere Bevölkerungsstruktur. „Wir haben hier einfach eine andere Klientel als Limbach oder Altstadt. Es ist hier eine größere Herausforderung, Zugezogene in die Dorfgemeinschaft zu holen.

Das sieht man bei vielen Veranstaltungen.“ So wurde das zweite Burg- Open-Air in Teilen zu einer Werbeveranstaltung für Gäste von außerhalb, „und das bringt ja auch einen positiven Effekt für unseren Ortsteil.“

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