Saarland / Luxemburg: Landesgrenze BAB 8 (D) / A 13 (Lux.), Tunnel Markusbierg in Luxemburg ist wegen Feuerübung bis zum Ende des 21.10.17 gesperrt, Verkehr wird an der AS Schengen abgeleitet. (20.10.2017, 23:07)

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Kaum Umsatz im Mai: Saarlands Wirte hoffen bessres Wetter im Juni

Gewitter, Schauer, Dauerregen, Sturm: So sieht das typische Wetter derzeit aus.

Gewitter, Schauer, Dauerregen, Sturm: So sieht das typische Wetter derzeit aus.

Auch wenn das vergangene Wochenende mit seinen Sonnenstrahlen Besserung verspricht: Bisher hat der verregnete Frühling den Gastronomen im Saarland die Stimmung verdorben. Auch im vermeintlichen Wonnemonat Mai hielten Regen und Kälte an. Noch nicht einmal elf Grad zeigte das Thermometer im Durchschnitt an, dafür gab es doppelt so viel Regen wie üblich: 176 Liter je Quadratmeter. In diesem zweitschlechtesten Mai seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1901 blieben die Biergärten leer und die Arztpraxen voll. „Nach dem schlechten Mai kann man nur hoffen, dass es im ganzen Juni besseres Wetter gibt“, sagte die Pressesprecherin der Tourismuszentrale Saarland, Susanne Renk. Prognosen für den Tourismus im Saarland seien derzeit sehr schwierig: „Viele Urlauber buchen nur noch spontan nach Wetterlage.“

Das bekamen auch die Hoteliers im Mai zu spüren. „Die Stornorate ist deutlich gestiegen – gerade der Radtourismus leidet heftig bei schlechtem Wetter“, sagte Frank Hohrath, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) im Saarland. In Saarbrücken merke man das wenig, hier machten Geschäftskunden den Löwenanteil der Übernachtungen aus.Auch für die Gastronomie sei der Mai schlecht gewesen, so Hohrath. „Miserables Wetter ist kein erfreuliches Thema“, sagte Hohrath, davon sei die ganze Branche betroffen. Aus Gesprächen wisse er: „Alle leiden unter dem Wetter, egal ob mit oder ohne Außengastronomie.“

Der Regen habe die Leute davon abgehalten, überhaupt vor die Türe zu gehen. Das werde sich bei den Geschäftseinnahmen bemerkbar machen: 2013 werde aller Voraussicht nach kein gutes Jahr werden. „Ich glaube nicht, dass die bisherigen Umsatzausfälle noch einmal aufgeholt werden“, sagte der Hauptgeschäftsführer. Eine genaue Einschätzung könne er noch nicht geben: „Ich habe keine Zahlen, zeitnah gibt es da gar nichts.“

Auch der Geschäftsführer des Saarbrücker Biergartens am Staden, Jonas Kirch, ist besorgt. Er hatte den Biergarten im Mai an weniger als sieben Tagen geöffnet. Die Einnahmen seien entsprechend schlecht gewesen, der entgangene Umsatz sei verloren. „Das kann man in anderen Monaten nicht mehr reinholen“, sagte Kirch. Er sorgt sich um seine Beschäftigten: „Die Mitarbeiter bekommen keinen Fixlohn, sodass sie nichts verdienen, wenn geschlossen ist.“ Zwar seien seine 60 Mitarbeiter hauptsächlich Schüler und Studenten, doch viele finanzierten durch ihre Arbeit ihre Miete. Kirch hofft, dass jetzt das Wetter mitspielt: „Denn die Leute gehen wegen des kalten Regenwetters definitiv weniger vor die Tür.“ Auch die Brauereien freuen sich über jeden Sonnentag im Juni. „Die Branche ist sehr wetterabhängig“, sagte die Sprecherin der Karlsberg-Brauerei,in Homburg Petra Huffer. Das habe man deutlich gemerkt: „Die Zahlen für den Mai sind nicht toll.“

Viel Kundschaft hatten hingegen die Hausärzte „Für die Jahreszeit sind ungewöhnlich viele Patienten sehr krank“, sagte der Wallerfanger Arzt und zweite Vorsitzende der saarländischen Hausärzte, Dr. Michael Kulas. Das Geld der Patienten sei bisher wohl eher in die Heizung als in den Biergarten geflossen.

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